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Artenschutz vs Herdenschutz

Connemann hält an wolfsfreien Zonen fest

Wolfsrudel
am
12.06.2019
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Die Union will das geplante Gesetz zum einfacheren Abschuss von Wölfen im Bundestag nachschärfen.

Gitta Connemann

Der rechtssichere Abschuss der Tiere müsse einfacher möglich werden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann der Deutschen Presse-Agentur. "Und auch die Schaffung wolfsfreier Zonen bleibt für uns auf der Tagesordnung."

In dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten Arealen sei kein konfliktfreies Zusammenleben mit dem Wolf möglich. "Für Wolfsromantik hat dort niemand Verständnis", sagte die CDU-Politikerin.

Verbände stellen Forderungen zum Herdenschutz

An diesem Mittwoch stellt ein Bündnis aus elf Verbänden Forderungen zum Herdenschutz auf, also zum Schutz von Weidetieren vor Wölfen. Mit dabei sind unter anderem Naturschutzverbände, Tierschützer, Berufsschäfer und Jäger.

Bundestag berät über erleichterten Abschuss

Das Bundeskabinett hatte im Mai nach langem Streit einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es nach Wolfsrissen erleichtern soll, die unter Schutz stehenden Raubtiere abzuschießen.

Zudem soll das Anlocken und Füttern von Wölfen verboten werden. Mischlinge aus Wolf und Hund sollen abgeschossen werden.

Connemann warnt vor "explodierenden" Beständen

Wann das Gesetz im Bundestag behandelt werde, stehe noch nicht fest, sagte Connemann. Das solle aus ihrer Sicht noch vor der Sommerpause passieren, die Ende Juni beginnt. "Denn es treibt die Menschen gerade in ländlichen Regionen täglich um."

Weidetiere hätten dasselbe Recht auf Tierschutz wie Wölfe, sagte sie. Deshalb gehe an einer Regulierung des Bestands kein Weg vorbei. Sonst werde die Zahl der Wölfe in den nächsten Jahren "explodieren". Der beste Herdenschutz sei die Regulierung von Wolfsbeständen.

Mit Material von dpa

Die Wolfsvorkommen in Deutschland im Überblick

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