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Bauernpräsident

Constantin Freiherr Heereman mit 85 Jahren verstorben

Constantin Freiherr Heereman
Klaus Strotmann, dlz agrarmagazin
am
27.07.2017

Die deutsche Landwirtschaft trauert um Constantin Freiherr Heereman. 28 Jahre lang war er Vorsitzender des Deutschen Bauernverbandes.

Am gestrigen Mittwoch ist Constantin Freiherr Heereman gestorben. Fast drei Jahrzehnte, von 1969 bis 1997 hatte der münsterländer Landwirt die Geschicke des Deutschen Bauernverbandes geleitet und dort die Agrarpolitik in Deutschland und Europa maßgeblich geprägt und gestaltet.

"Sein leidenschaftliches, unermüdliches und vor allem souveränes Engagement für die deutsche Landwirtschaft, für ein wiedervereintes Deutschland, für ein zusammenwachsendes Europa, für eine gemeinsame Währung und für eine soziale Agrarpolitik bleibt unvergessen und ist Teil unserer Geschichte geworden", erklärt DBV-Präsident Joachim Rukwied in einer Würdigung.

In Erinnerung bleibt seine entschlossene und praxiskundige Art, mit der sich Heereman für die Interessen der Bauernfamilien und die Bedeutung des ländlichen Raums eingesetzt hat. "Aus diesem Verständnis heraus setzte er von Beginn seiner Amtszeit an konsequent auf den gesellschaftlichen Dialog, den er mit Leidenschaft und Überzeugungskraft führte", erinnert der Deutsche Bauernverband.

Mit der Landwirtschaft verbunden

Heereman stammt aus dem niederländischen Adelsgeschlecht Heereman von Zuydtwyck. Er wuchs im Tecklenburger Land auf und übernahm nach dem Abschluss an der Höheren Landbauschule in Soest 1955 die Verwaltung des forst- und landwirtschaftlichen Betriebs seines Onkels und 1960 auch die Leitung der Heeremanschen Hauptverwaltung in Münster.

Er war Präsident des Westfälisch-Lippischen und des Deutschen Bauernverbandes und des Landesjagdverbandes in Nordrhein-Westfalen und des Deutschen Jagdschutzverbandes. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen im In- und Ausland geehrt.

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