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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Agrar- und Ernährungsbericht der FAO

Corona-Folgen: Hunger in der Welt nimmt zu

Schulspeisung im afrikanischen Benin
am Dienstag, 23.11.2021 - 14:58 (Jetzt kommentieren)

Die Covid-Pandemie hat auch auf den Welthunger verheerenden Einfluss. Das zeigt der aktuelle Ernährungsbericht der FAO. Vor allem die Versorgung der Kinder wird schlechter.

Die weltweiten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben auch vor der Ernährungssituation nicht halt gemacht. Das sagt der Bericht der Welternährungsorganisation FAO zu Nahrung und Landwirtschaft (SOFA), der heute veröffentlicht wurde.

Die neuesten Zahlen bewiesen, so die FAO in einer Presseverlautbarung, wie fragil und empfindlich viele nationale Agrar- und Ernährungssysteme seien. Der Hunger sei weltweit wieder auf dem Vormarsch.

Corona lässt vor allem mehr Kinder hungern

Nicht nur Auseinandersetzungen in Krisengebieten und der zunehmende Klimawandel spielten bei der Verschlechterung der Ernährungslage eine Rolle, so die FAO. Auch die Einschränkungen durch Corona heben vor allem bei der Versorgung von Kindern verheerend gewirkt.

In vielen Regionen ist die staatlich getragene oder teilsubventionierte Schulspeisung die einzige sichere Mahlzeit, die Kinder aus armen Familien täglich erhalten. Durch die coronabedingten Schulschließungen ist diese Versorgung teils über Monate weggefallen.

Zunehmend auch mittlere Einkommen gefährdet

Aber auch vor anderen Covid-19-Auswirkungen warnt die FAO. Bereits heute könnten sich weltweit 3 Mrd. Menschen keine gesunde und ausreichende Ernährung leisten. Bricht dann infolge einer Entwicklung wie der Pandemie weiteres Einkommen weg, könne diese Zahl noch um eine zusätzliche Mrd. steigen.

Zudem mache die Unterbrechung von Versorgungswegen Nahrungsmittel teurer, was sich ebenfalls zuerst bei den Ärmsten, aber zunehmend auch in der Mittelschicht auswirke.

Agrar- und Ernährungssysteme müssen stressresistenter werden

Die Ergebnisse des aktuellen SOFA-Berichts untermauern die Forderung der Vereinten Nationen, die Ernährungssysteme weltweit widerstandsfähiger gegen Stressfaktoren zu machen, schreibt die FAO weiter. Insbesondere die Ertragssicherung und die Stabilisierung von Verteilungswegen spiele hierbei eine wichtige Rolle.

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