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Landwirtschaft und Investoren

Wie Dänemark gegen ausländische Bodenspekulanten vorgehen will

Landwirtschaft in Dänemark
am Mittwoch, 02.06.2021 - 09:40 (Jetzt kommentieren)

Die dänische Regierung will den Einfluss ausländischer Akteure auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt begrenzen.

Das Kopenhagener Agrarministerium kündigte an, eine interministerielle Arbeitsgruppe einzurichten. Das Gremium soll Möglichkeiten ausloten, wie der Kauf von dänischen Agrarbetrieben und -immobilien durch ausländische Investoren eingeschränkt werden kann.

Hintergrund ist nach Darstellung des Ministeriums der anstehende Generationswechsel in den heimischen Unternehmen. Es sei damit zu rechnen, dass bis 2030 rund jeder zehnte Besitzer der gut 33.000 Agrarbetriebe im Land sein Unternehmen altersbedingt abgeben werde.

Um hier einen übermäßigen Eigentumswechsel in ausländische Hände zu vermeiden, sollen Immobiliengeschäfte, die von außerhalb Dänemarks finanziert werden, auf die eine oder andere Art begrenzt werden.

Regierung will Fehlentwicklungen vorbeugen

Nach Angaben des Ministeriums befinden sich derzeit etwa 2,5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche Dänemarks in ausländischem Besitz; davon machen Eigentümer aus Drittstaaten 20 % aus.

Landwirtschaftsminister Rasmus Prehn stellte in diesem Zusammenhang klar, dass ausländisches Engagement am dänischen Agrarbodenmarkt nicht in jedem Fall schlecht oder unerwünscht sei. Auch mache externes Kapital bislang einen überschaubaren Anteil aus. Die Regierung wolle jedoch frühzeitig möglichen Fehlentwicklungen vorbeugen und die dafür notwendigen Instrumente bereithalten, erklärte Prehn.

Mit Material von AgE
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