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Dänemark

Dänischen Bauern drohen höhere Umweltauflagen

am
28.06.2019

Die neue dänische Regierung will die Umweltauflagen für Landwirte verschärfen. Einen Maßnahmenplan hat sie schon ausgearbeitet.

Dänischer Schweinestall mit Silos

Die neue sozialdemokratische Minderheitsregierung in Dänemark hat sich ehrgeizige Ziele beim Umweltschutz gesetzt. Sie betreffen sehr stark auch die Landwirte. 

Laut dem Abkommen, das Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gemeinsam mit den Parteien entwickelt hat, die die neue Regierung tolerieren werden, sollen die gesamten dänischen Treibhausgas-(THG)-Emissionen um 70 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 verringert werden. Dabei sind auch verbindliche Reduktionsziele für den Agrarsektor vorgesehen.

EU-Wasserrahmenrichtlinie einhalten

Geplant ist darüber hinaus eine Verdopplung des Ökolandbaus, der im vergangenen Jahr rund 10,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmachte.

Die neue Regierung will außerdem einen Plan vorlegen, um die europäische Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen und einzuhalten sowie den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu senken. Angekündigt hat die neue Regierungschefin Maßnahmen für eine deutliche Senkung der landwirtschaftlichen Stickstoffemissionen.

Gegenüber der Presse erklärte Frederiksen, dass es sich bei dem vorgelegten Maßnahmenplan um keine fertige Liste handele. Wo nötig, werde es daher auch im Agrarbereich weitergehende Schritte für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Wirtschaftsweise geben.

Mit Material von AgE
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