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DBV fordert bessere Koordination der ASP-Bekämpfung

Warnhinweis vor der Afrikanischen Schweinepest
am Dienstag, 22.09.2020 - 11:56 (Jetzt kommentieren)

Der DBV fordert eine deutlich bessere Koordination der Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Im Vorfeld der heutigen Sitzung (22.9.) des Zentralen Krisenstabes Tierseuchenbekämpfung sprach sich der Deutsche Bauernverband (DBV) für eine Bündelung und eine deutlich bessere Koordination der Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung aus.

„Wir haben überhaupt kein Verständnis dafür, wenn am Tag X die Bekämpfungsmaßnahmen erst mit Verzögerung anlaufen und mehrere Krisenstäbe nebeneinander her arbeiten, ohne dass eine einheitliche Linie zu sehen ist“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken  mit Blick auch auf die vorhergehende Ausbreitung der Tierseuche in Polen.

Das „Chaos“ müsse schnell ein Ende haben. Die für die schweinehaltenden Betriebe in Deutschland existenzgefährdenden Ausbrüche müssten mit allen Mitteln schnell und konsequent eingedämmt werden.

20 bestätigte ASP-Fälle in der Wildschweinpopulation

Unterdessen hat sich die Zahl der bestätigten ASP-Infektionen in Deutschland auf 20 erhöht. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium berichtete, hat sich der Infektionsverdacht bei sieben weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt.

Laut Ministerium konnte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Tierseuche in entsprechenden Proben nachweisen. Die Fundorte lägen innerhalb des bereits bekannten gefährdeten Gebiets. Die Hausschweinbestände in Deutschland seien aber nach wie vor frei von der ASP.

Staatssekretärin Kasch macht sich vor Ort ein Bild der Maßnahmen

Bei der Sitzung des Krisenstabes in Potsdam wird sich nach Angaben des Ministeriums auch Staatssekretärin Beate Kasch ein Bild von der Lage machen und sich mit den zuständigen Behörden über den aktuellen Stand und die Schutzvorkehrungen austauschen.

Dabei werde es unter anderem darum gehen, an welchen Stellen das Bundesministerium das Land Brandenburg und die dortigen Behörden weiter unterstützen könne, um eine weitere Ausbreitung der Tierkrankheit zu verhindern.

Erstmals nachgewiesen wurde die Seuche am 10. September bei einem verendeten Tier, das in der Gemeinde Schenkendöbern im Kreis Spree-Neiße gefunden worden war.

Mit Material von AgE
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