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EU-Ökolandbau

DBV: 'Reformverfahren der EU-Ökoverordnung einstellen'

Rind auf Weide
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Katharina Krenn, agrarheute
am
09.12.2016

Der Deutsche Bauernverband fordert eine endgültige Rücknahme des Reform-Entwurfs. Die bestehende Öko-Verordnung solle schlicht weiterentwickelt werden.

Der Öko-Beauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, begrüßte, dass der Berichterstatter des Europa-Parlaments die Revision der EU-Ökoverordnung für gescheitert erklärt hat. Angesichts der festgefahrenen Trilog-Situation zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Agrarrat fordert Bassewitz die endgültige Rücknahme der Revision der EU-Ökoverordnung.

Reform-Vorschlag würde Ökolandbau unmöglich machen

In drei Jahren Debatte sei es nicht gelungen, einen Kompromiss zu finden, so Bassewitz. Im Gegenteil: Die Pläne zu Sondergrenzwerten der EU-Kommission hätten die Koexistenz zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft in Frage gestellt. Die Sondergrenzwerte würden den Ökolandbau in weiten Teilen Europas unmöglich machen. „Es ist endlich an der Zeit, die bestehende und in weiten Teilen gut funktionierende Öko-Verordnung weiterzuentwickeln und den untauglichen Kommissionsentwurf zu beerdigen.

Ziele der Weiterentwicklung

Das Ziel einer Weiterentwicklung müsse nach Überzeugung von Bassewitz sein, Fortschritte in der Nachhaltigkeit auch im Ökolandbau anzuregen und die Zusammenarbeit in der Kontrollarbeit in der EU zu verbessern. Notwendig sei außerdem die Klärung drängender Grundfragen wie die der sicheren Verfügbarkeit von Saatgut, Zuchttieren und Eiweißfutter für die Ökobauern. 

Mit Material von DBV

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