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Tierhaltung

DBV: Stallbau muss möglich bleiben

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Norbert Lehmann, agrarheute
am
18.10.2017

Mehr Tierschutz und mehr Klimaschutz sind in der Tierhaltung nur möglich, wenn moderne Stallbauten genehmigt werden. Das wurde auf einem Fachforum in Berlin deutlich.

„Ein modernes Baurecht muss die Errichtung von modernen, tierschutzgerechten und innovativen Stallungen ermöglichen“, betonte Rechtsanwalt John Booth auf der Veranstaltung. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht forderte den Gesetzgeber auf, Zielkonflikte zwischen Tierschutz, Klimaschutz und Baurecht anzupacken und aufzulösen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV), die Deutsche Gesellschaft für Agrarrecht und die Edmund Rehwinkel-Stiftung laden jedes Jahr zum Berliner Forum.  Bei der diesjährigen Tagung diskutierten mehr als 100 Teilnehmer und juristische Experten das rechtliche Spannungsfeld zum Stallbau.

Hofnachfolger nicht entmutigen

Immer strengere Vorschriften insbesondere aus dem Umweltbereich lassen Landwirten keinen Spielraum, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Tierwohl in modernen Ställen umzusetzen.

Jörn Ehlers, der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsens, appellierte: „Wir müssen den Landwirten die Möglichkeiten geben, ihre Stallungen an zukünftige Anforderungen der Tierhaltung sowie an die Ansprüche eines modernen Arbeitsumfeldes anzupassen." Erfolge dies nicht, werde der aktuelle Standard konserviert. Potenziellen Hofnachfolgern werde die Perspektive genommen, einen Betrieb mit Tierhaltung weiterzuführen.

Die Öffentlichkeit informieren

Friedrich Kethorn, Landrat der Grafschaft Bentheim, verdeutlichte anschaulich, dass das Bauplanungsrecht den Behörden genug Spielraum gibt, um den Stallbau zu steuern.

Wichtig für die Akzeptanz sei, dass die Planungsabsichten vor Ort öffentlich gemacht und diskutiert würden.

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