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Direktzahlungen: Nötig oder überflüssig?

Geldscheine
am
20.02.2019
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Der Anteil der Direktzahlungen am Einkommen soll in den vergangenen Jahren 37 Prozent betragen haben. DLG-Präsident Hubertus Paetow spricht sich für eine Abschaffung bis zum Jahr 2034 aus.

Die Bundesregierung hält an den pauschalen Direktzahlungen nicht zuletzt wegen ihrer einkommensstabilisierenden Wirkung fest. In seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen betont der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Michael Stübgen, dass die Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiterhin zur Einkommensstabilisierung und Risikovorsorge sowie zum Ausgleich für die im Vergleich zu manchen Drittländern höheren Produktionsstandards beitragen sollten.

Direktzahlungen stabilisieren das Einkommen

Laut Angaben der Bundesregierung wurden im Antragsjahr 2017 Direktzahlungen in Höhe von insgesamt etwa 4,8 Mrd Euro an die Agrarbetriebe in Deutschland ausgezahlt, was 286,50 Euro/ha entspricht. Im Schnitt habe jeder Betrieb im Wirtschaftsjahr 2016/17 rund 25.800 Euro erhalten. Der Anteil der Direktzahlungen am Einkommen habe im Mittel der vergangenen fünf Wirtschaftsjahre bei 37 % gelegen. Die Beihilfen hätten damit einen wichtigen einkommensstabilisierenden Beitrag zu den Einkommen der Agrarbetriebe geleistet, hebt Stübgen in der Antwort hervor.
 

DLG-Präsidenten Hubertus Paetow will Flächenbeihilfen abschaffen

Auf unserer Facebookseite sorgte eine Aussage des DLG-Präsidenten Hubertus Paetow für Diskussionen. Gegenüber der Osnabrücker Zeitung sagte Paetow: "Die milliardenschweren Direktzahlungen müssten Stück für Stück abgeschafft werden. Eine pauschale Flächenbeihilfe hilft am Ende nur den Verpächtern, nicht aber den Bauern. Bis 2034 ist es realistisch, die Subventionen abzubauen.

 

Userstimmung zur Abschaffung der Direktzahlungen

Bild mit einem Zitat von Hubertus Paetow

Hans-Joachim Redix stimmte Paetow unter bestimmten Bedingungen zu: "Im Ansatz halte ich es noch nicht mal für verkehrt, aber dann bitte: Vernünftige Produktpreise weniger politische Einmischung, keine Wettbewerbsverzerrungen durch Auflagen, Einschränkungen ect.", schreibt er auf unserer Facebookseite.

Moritz Pabst fordert: "Dann aber bitte europaweit einheitliche Regeln und Vorschriften, keine länderspezifischen Förderungen und Verbote. Gibt genug Familienbetriebe die sich nur mit der Flächenbeihilfe über Wasser halten, die fallen dann halt hinten runter, dann hat´s halt wieder den ach so schlimmen Strukturwandel auf Overdrive.

Georg Beer schreibt: Ich halte das für mutig, aber in der Sache für richtig. Gleichzeitig müsste aber dies in allen wichtigen Ländern in gleicher Weise durchgesetzt werden.

 

Bioland-Chef Jan Plagge will die Zahlungen an Leistungen binden

Zitatbild Plagge

Bioland-Chef Jan Plagge forderte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Zahlungen an gesamtgesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft zu koppeln, nicht aber an die Fläche.

Bernhard Treffler stimmt Jan Plagge auf unserer Facebookseite zu: "Ich bin da mit Herrn Plagge weitgehend dacore, nur mit dem kleinen Unterschied dass die Förderung des Ökolandbaues ebenfalls ersatzlos gestrichen werden muss!

Christoph Schmitt schreibt: "Das der Biolandfritze sich das wünscht kann man sich denken. Er wird jetzt schon merken das Lidl die Preise drückt und so für seine Erzeuger mehr Subventionen rausholen will. Lidl wird die Biobauern in absehbarer Zeit von Preis so drücken das denen die Luft weg bleibt.

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