Login
Düngerecht

Düngeverordnung: Bund-Länder-Kompromiss soll im Juni feststehen

Gülleausbringung
am
23.05.2019
(Kommentar verfassen)

In der Bund-Länder-Runde diesen Mittwoch gab es keine Einigung zum Düngerecht. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Alternativen zu dem bislang vorgesehenen schlagbezogenen Düngeabschlag in roten Gebieten. Ein Kompromiss ist in Sicht.

Die Mehrheit der Länder unterstützt den Vorschlag des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die Verringerung des Düngebedarfs betriebs- statt schlagbezogen vorzunehmen. Das bestätigte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Sie hält diese Variante für "deutlich realistischer" als die bisher vom Bund ins Auge gefasste Regelung.

Otte-Kinast stimmt allen Kompromissvorschlägen zu

Otte-Kinast unterstützt ebenfalls den Vorschlag des Bundes, Betriebe beim Unterschreiten einer bestimmten Düngemenge pro Jahr von der 20-Prozent-Auflage auszunehmen.

In Zukunft helfe nur eine flächendeckende Transparenz der Nährstoffströme, die gezielte Vor-Ort-Kontrollen und Sanktionen ermögliche, so die Ministerin.

Brüssel erhöhte den Druck

Mitte Juni sollen nun gemeinsame Eckpunkte für eine Anpassung der Düngeverordnung von Bund und Ländern der EU-Kommission vorgelegt werden. Während die Verhandlungen andauerten, machte die EU-Kommission in einem neuen Schreiben weiter Druck auf die Bundesregierung. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hatte ursprünglich für Mitte März gesetzliche Nachbesserungen der Bundesregierung verlangt.

Mit Material von AgE
Das agrarheute Magazin
Aktuelles Heft Juni 2019
Jetzt abonnieren

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...
Auch interessant