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Düngeverordnung: Nordrhein-Westfalen überprüft Messstellennetz

Gruppenbild vom NRW Landwirtschaftsgipfel
am Dienstag, 14.01.2020 - 11:00 (Jetzt kommentieren)

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat bei einem „Landwirtschaftsgipfel“ zugesagt, das Messnetz für die Nitratbelastung zu überprüfen.

Im Anschluss an das Treffen unter Vorsitz von Ministerpräsident Armin Laschet teilte das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mit, dass bei der Betrachtung und Bewertung der Grundwasserkörper stärker differenziert werden solle.

Zum Schutz des Grundwassers würden die Nitrat-Belastungsschwerpunkte ermittelt. Mit zusätzlichen Maßnahmen solle dort gezielt angesetzt werden.

Im Rahmen einer Überprüfung des Messnetzes würden Schwachstellen ermittelt. Wo erforderlich, würden zusätzliche Messstellen errichtet. Darüber hinaus würden die erfolgreichen Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschat weiter gefördert.

Nitratbelastung ist in NRW rückläufig

Nach Angaben der Landesregierung ist die Nitratbelastung des Grundwassers in Nordrhein-Westfalen „insgesamt erfreulicherweise rückläufig“. Aber es gebe nach wie vor Gebiete, in denen die Nitratgrenzwerte im Grundwasser deutlich überschritten würden.

Dort sei es das Ziel, das Grundwasser zu schützen – gleichzeitig die Landwirte in ihrem Engagement zu unterstützen.

Eine Landwirtschaftskonferenz soll folgen

Heinen-Esser-NRW-Agrarministerin

An dem Landwirtschaftsgipfel haben rund 20 Agrarverbände teilgenommen. Ministerpräsident Laschet erklärte: „Wir unterstützen die Landwirtschaft bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen. Zuhören, antworten, wertschätzen – das ist unser Selbstverständnis.“

Im ersten Halbjahr 2020 wird das Agrarressort eine Landwirtschaftskonferenz ausrichten, um den Austausch über gemeinsame Lösungen und Wege für die drängenden Probleme der Branche fortzuführen.

„Wir werden die Landwirtinnen und Landwirte nicht alleine lassen, sondern setzen uns da, wo wir Einfluss nehmen können, für verlässliche Rahmenbedingungen ein. Dies betrifft etwa die Überprüfung der Grundwassermessstellen und eine stärkere Binnendifferenzierung als Basis für eine weitergehende Düngeregulierung“, erklärte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Nachhaltige Nutztierstrategie erarbeitet

In den zurückliegenden Monaten wurden in NRW gemeinsam mit Vertretern der Landwirtschaft, mit Tierschutz-, Umwelt- und Verbraucherverbänden erste Eckpunkte einer nachhaltigen Nutztierstrategie erarbeitet.

In der Schweinehaltung soll zum Beispiel gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer ein „Stall der Zukunft“ Landwirten neue und bereits praxiserprobte Haltungsformen aufzeigen.

LsV legt "Agrarpaket 2.0" vor

Am ersten Landwirtschaftsgipfel in der Staatskanzlei nahmen auch Vertreter der Landesorganisation von Land schafft Verbindung teil. Sie stellten ein „Agrarpaket 2.0“ vor.

Darin plädiert die Organisation unter anderem für den Aufbau  eines repräsentativen, qualitätsgesicherten Grundwasser-Messstellennetzes in Verbindung mit einem anerkannten, geeigneten Verbund aus agrar- und wasserwirtschaftlichen Modellen.

Flächen, die im Rahmen von Trinkwasserkooperationen bewirtschaftet werden, sollten von den Auflagen für sogenannte Rote Gebiete ausgenommen werden.

Agrarpaket 2.0 von Land schafft Verbindung NRW

Bilder von der Bauerndemo in Bonn

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