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Düngeverordnung: Auch Rheinland-Pfalz überprüft die Roten Gebiete

Anbau von Frühkartoffeln in Rheinland-Pfalz
am Donnerstag, 05.03.2020 - 10:16 (Jetzt kommentieren)

Rheinland-Pfalz überprüft die Abgrenzung der sogenannten Roten Gebiete, in denen die Düngung eingeschränkt werden soll.

Das Land hat im vergangenen Jahr das Forschungszentrum Jülich und das Thünen-Institut beauftragt, ein Wasserhaushalts- und Nährstoffmodell zu erstellen. Auf dieser Grundlage will die Landesregierung gefährdete Gebiete genauer abgrenzen.

Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken erklärten, gemeinsam mit den wissenschaftlichen Instituten an einer Binnendifferenzierung zu arbeiten. Damit könnten gefährdete Gebiete verursachungsgerechter ausgewiesen und Einträge in das Grundwasser minimiert werden.

Abgrenzung soll verursachergerechter werden

„Wir wollen beides, gesundes, sauberes Wasser für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie sichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für unsere landwirtschaftlichen Betriebe, das ist unser gemeinsames Ziel“, sagten Wissing und Höfken. Bauern- und Winzerverbände sowie die Landwirtschaftskammer seien von Anfang in den Arbeitsprozess einbezogen.

Ziel des Modells sei eine flächendeckende, räumlich differenzierte und spezifische Quantifizierung der Nitrat- und Phosphat-Einträge in die Grund- und Oberflächengewässer. Dadurch werde die bisher risikobasierte und stark an Messstellen orientierte Einstufung der Grundwasserkörper durch eine emissionsbezogene Betrachtung ergänzt, so die Landesregierung.

Aufbauend auf regional differenzierten Nährstoffbilanzen sollten Belastungsschwerpunkte gefunden werden. Mit dieser Methode sollent Auswirkungen von landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsszenarien sowie die Wirksamkeit von Maßnahmen prognostiziert werden. So können beispielsweise die Auswirkungen der neuen Düngeverordnung 2020 simuliert werden.

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