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Dürrehilfen

Dürre: Frankreich erlässt Landwirten teilweise die Grundsteuer

Feldarbeiten in Frankreich bei Trockenheit
am
12.08.2019
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Wegen der Trockenheit in Frankreich hat die Regierung weitere Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft angekündigt.

Frankreichs Landwirtschaftsminister Didier Guillaume

So will die Regierung den Landwirtschaftsbetrieben im laufenden Jahr die Grundsteuer für unbebaute Grundstücke erlassen. Das sagte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume am vergangenen Freitag dem französischen Sender CNews.

Als weitere Hilfsmaßnahme sollen den Betrieben die Sozialbeiträge zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung MSA gestundet werden.

Liquiditätsspritze für den Futterkauf

Guillaume sagte, damit solle den Landwirtschaftsbetrieben zusätzliche Liquidität verschafft werden, um Futter zukaufen zu können. Wegen der Trockenheit müssten einige Betriebe schon jetzt auf die eigentlich für den Winter gedachten Vorräte zugreifen.

Die Grundsteuer auf Immobilien und bebaute Grundstücke ist von der Ausnahmeregelung nicht betroffen.

Vor wenigen Wochen hatte die französische Regierung den Betrieben bereits um rund 1 Mrd. Euro höhere Vorschüsse auf die EU-Direktzahlungen in Aussicht gestellt. Zur Höhe der Entlastung bei der Grundsteuer und den Sozialabgaben machte Guillaume keine Angaben.

In Frankreich ist die Wassernutzung aktuell in 81 Departements eingeschränkt. In 60 Departements dürfen die Landwirte teilweise von den Greening-Auflagen abweichen und den Aufwachus von Bracheflächen verfüttern.

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