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Sommerdürre 2018

Dürre: Die Schadensmeldungen schießen in die Höhe

trockener Mais in Norddeutschland 2018
am Montag, 20.08.2018 - 09:37 (Jetzt kommentieren)

Die Schadensmeldungen aus den Bundesländern wegen der anhaltenden Sommerdürre schießen in die Höhe. Fast 3 Mrd. Euro stehen inzwischen im Raum.

Angesichts der wochenlangen Trockenheit haben acht Bundesländer nach einem Zeitungsbericht Dürre-Schäden in Höhe von fast 3 Mrd. Euro an die Bundesregierung gemeldet. Allein in Norddeutschland beliefen sich die gemeldeten Schäden auf womöglich
1,93 Mrd Euro, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Entscheidung über Bundeshilfen am Mittwoch

Über mögliche Bundeshilfen will die Regierung an diesem Mittwoch entscheiden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dann den Erntebericht ins Kabinett bringen und bewerten, ob die Schäden aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem Sommer ein "nationales Ausmaß" erreicht haben.

Diese Einstufung wäre notwendig, damit neben den zuerst zuständigen Ländern auch der Bund erstmals seit 2003 wieder Dürrehilfen zahlen könnte.

Schätzungen wurden nicht einheitlich erstellt

Erste Schätzungen der Länder liegen schon länger vor. Nach früheren Angaben des Bundesagrarministeriums waren Angaben der Länder aber nicht vergleichbar.

So meldeten einige Länder die Schäden gemäß der Schwelle für staatliche Hilfen bei Extremwetter. Demnach müssen mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung eines Betriebs zerstört worden sein. Andere Länder hatten Gesamtschäden gemeldet. Die Länder wurden daraufhin gebeten, ihre Schätzungen nachzubessern.

Rukwied fordert ein Hilfsprogramm für betroffene Landwirte

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, sagte der "NOZ" und der "Passauer Neuen Presse", die Schäden seien enorm, etliche Betriebe seien in Existenznot: "Deshalb fordern wir Bundesländer und Bund auf, die Nothilfesituation zu erklären und ein Hilfsprogramm für die betroffenen Landwirte auf den Weg zu bringen."

Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber forderte vom Bund, dass er den Abschluss von Mehrgefahrenversicherungen unterstützt. Der Staat könne angesichts des Klimawandels nicht jedes Jahr das Risiko übernehmen und immense Summen als
Schadensausgleich bereitstellen.

Mit Material von dpa

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