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Zulassungverfahren

EFSA-Reform: Bürger sollen Industriestudien einsehen dürfen

Herbizid für Mais
© agrarfoto
von am
12.04.2018

Die EU-Kommission will mehr Transparenz bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Künftig sollen Bürger Industriestudien zur Risikobewertung lesen dürfen.

Studien über mögliche Risiken von Pflanzenschutzmitteln oder GVO sollen automatisch veröffentlicht werden. Die EU-Kommission möchte damit das Vertrauen in die Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nach der umstrittenen Wiederzulassung von Glyphosat stärken. "Wir müssen die EFSA reformieren, damit die Bürger wieder Vertrauen in die Zulassungsverfahren bekommen", betonte EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans.

Mehr Geld für industrieunabhängige Studien

Künftig sollen sämtliche Studien veröffentlicht werden, auf denen die EFSA-Gutachten basieren. Ausgenommen bleiben vertrauliche Informationen der Hersteller, deren Veröffentlichung ihnen wirtschaftlichen Schaden zufügen könnte. Zweitens soll die EFSA selbst Studien in Auftrag geben, wenn bei besonders kontroversen Themen Informationen fehlen. Die EU-Kommission will dazu die EFSA mit zusätzlichen 62 Mio. Euro im Jahr ausstatten.

Der Legislativvorschlag der EU-Kommission liegt nun dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten zur Beratung vor.

Mit Material von aiz

Schau ins Feld: So werben Landwirte für den Pflanzenschutzeinsatz

Schau ins Feld 1
An der Aktion "Schau ins Feld!" haben 2017 520 Landwirte Nullparzellen in ganz Deutschland angelegt, um zu zeigen, was auf dem Feld passiert, wenn kein Pflanzenschutz betrieben wird. © IVA
Pflanzenschützer
Diese vier Landwirte sind von der Aktion überzeugt und werden auch in 2018 wieder Nullparzellen in ihren Äckern anlegen. © M. Detzel
Nullparzelle
„Als hätte jemand Rollrasen ausgelegt“, präsentierte sich die Nullparzelle im Rübenacker Anfang Mai. Eine geschlossene grüne Unkraut-Fläche, während rund herum die jungen Rübenpflanzen wuchsen. © IVA
Schau ins Feld
Im Frühsommer wurde das ganze Ausmaß sichtbar. Die Rübenpflanzen waren nicht mehr zu sehen, die Unkrautfläche bis zu 1,50 Meter hoch. © M. Detzel
Erntevergleich
Der Erntevergleich zeigt ein deutliches Ergebnis: Links die Rübe aus der Nullparzelle, rechts aus dem behandelten Feld. © IVA
Ernte in Gefahr
Mit dieser Feldtafel informieren die Teilnehmer Passanten über die Aktion "Schau ins Feld!" Eine Teilnahme ist noch bis Ende März möglich unter die-pflanzenschuetzer.de © IVA
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