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Aufreger der Woche

'Einfrieren' der Milchproduktion: Reaktionen unserer Leser

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
13.04.2016

Beim Agrarrat in Luxemburg stellte EU-Agrarkommissar Phil Hogan ein Zuschussmodel für das zeitlich begrenzte "Einfrieren" der Milchproduktion in Aussicht. 15.000 Euro soll es dabei pro Betrieb im Jahr geben. Die Reaktionen auf facebook sind eindeutig.

Beim EU-Agrarrat in Luxemburg stellte EU-Agrarkommissar Phil Hogan ein Zuschussmodell für den in der Krise befindlichen Milchmarkt vor, dass Landwirten mit zusätzlich höchstens 15.000 Euro im Jahr schnell und ohne Höchstgrenzen für die Länder unter die Arme greife.

Laut Hogan müsse dies jedoch mit der Verpflichtung der Landwirte verbunden sein, ihre Produktion "einzufrieren", also sie nicht weiter zu erhöhen. Die Überlegungen kamen bei unseren facebook-Usern nicht allzu gut an.

Bitte um nachhaltigere Konzepte

tschid schreibt: "Dieser Steuerungswahnsinn mit Fördergeldern für vorübergehendes Nichtstun ist verrückt. Bitte etwas nachhaltigere Konzepte!"

Auch Daniel ist mit den Plänen der Kommission unzufrieden: "Hören die sich auch selbst zu? Das ist doch Verspottung der Milcherzeuger."

Michael fügt mit ironischen Unterton hinzu: "Jeder stellt jetzt die Podukion ein und wir Melker bekommen unser Geld halt dann von der EU, das ist doch auch mal was."

Wegfall der Quote oder Russlandembargo das Problem?

André zeigt sich sichtlich erbost: "Solche Aussagen zu geben, dass die Bauern aufhören sollen mit der Produktion, ist doch eine Frechheit. Für die dummen Entscheidungen der andern werden wir bestraft. Man wusste vorher was passiert wen die Quote wegfällt. [...] Die Quote hat es für alle geregelt. Da wusste jede Molkerei was an Milch reinkommt und was sie verarbeiten."

Für Christoph liegt das Problem im Exportbereich: "Einfach das Russland Embargo auflösen und dann geht's allen Landwirten besser."

"Eine anständige Rente auch für jüngere [Landwirte] wäre ein Anreiz zum Aufhören mit Milchvieh", wirft Bernd in die Diskussion ein.

"Es reicht heute einfach nicht mehr sich auf eine Sache zu versteifen", schlägt David den Weg der Diversifizierung vor.

 

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