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Saisonarbeiter

Erntehelfer und Corona-Krise: Lob für die Landwirte

Erntehelfer bei der Einreise
am Donnerstag, 09.07.2020 - 11:05 (Jetzt kommentieren)

Das NRW-Gesundheitsministerium stellte den Arbeitsschutz in verschiedenen Bereichen auf den Prüfstand. Gut bewertet: Einsatz und Unterbringung von Erntehelfern in der Landwirtschaft. Schlecht schnitt dagegen die Fleischindustrie ab.

Wegen der außerordentlichen Lage überprüfte das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen im Mai den Arbeitsschutz in ausgewählten Wirtschaftsbereichen. Unter anderem wurden die Fleischindustrie sowie der Einsatz und die Unterbringung von Saisonarbeitern in der Landwirtschaft untersucht.

Wie aus dem Bericht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an den Gesundheitsausschuss des Landtags hervorgeht, schnitt besonders die Fleischindustrie schlecht ab. Dort wurden in 650 Unterkünften, in denen 5.300 Werkarbeiter untergebracht waren, 1.863 teils gravierende Verstöße festgestellt. Von "Schimmelpilzbefall, Einsturzgefahr, undichte Dächer, katastrophale Sanitäreinrichtungen, Ungezieferbefall und Brandschutzmängel" ist die Rede.

Die Ergebnisse "verdeutlichen den Änderungsbedarf der aktuellen bundesrechtlichen Rechtslage", heißt es in dem Bericht des Gesundheitsministeriums. 

Lesen Sie dazu auch unser agrarheute-Topthema "Corona setzt Schlachtbranche unter Druck".

Hygienemaßnahmen in der Landwirtschaft gut

Gute Noten erhielt dagegen die Landwirtschaft: Hier hatten die Kontrolleure bei 250 Betrieben mit 5.800 Arbeitskräften 170 Beanstandungen, die aber schnell zu beseitigen gewesen sein sollen. Außerdem habe man einige Beispiele gefunden, bei denen "sehr vorbildlich Hygieneschutzmaßnahmen vorbereitet waren."

In drei Betrieben gab es gravierende Mängel, unter anderem bei einem insolventen Spargelbetrieb in Bornheim.

Mit Material von WDR, Eifelzeitung

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