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Direktzahlungen

EU-Agrarausschuss: Umverteilung der Direktzahlungen für kleine Betriebe

Dieser Artikel ist zuerst in der DLZ erschienen.

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Ab 2020 soll es weniger Direktzahlungen für Landwirte geben, fordert unter anderem der Agrarausschuss des Deutschen Bundestages. DIe EU will dazu die Meinung der Bürger einfangen. Landwirte sollten sich daher auch an der Umfrage beteiligen, rät der Deutsche Bauernverband. © leongoedhart/istock
von am
08.12.2016

Die EU-Abgeordnete Maria Noichl (SPD) macht sich für eine Kappung der Direktzahlung und eine stärkere Umverteilung auf kleinere Betriebe stark.

Maria Noichl, Agrarexpertin der SPD im Europaparlament. © SPD

Die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl hat ihren Bericht "Aktueller Stand der Konzentration von Agrarland in der EU: Wie kann Landwirten der Zugang zu Land erleichtert werden?" diese Woche im Agrarausschuss des EU-Parlaments vorgestellt. Darin hat sie sich unter anderem für diese Punkte ausgesprochen:

  • 30 % der Direktzahlungen sollen auf die ersten Hektare eines Betriebes umverteilt werden. In Deutschland liegt dieser Anteil derzeit bei knapp 7 Prozent.
  • Direktzahlungen sollen ab 150.000 Euro gekappt werden. Übersteigende Beträge sollen um fünf Prozent gekürzt werden.

Noichls Auffassung nach führen flächengebundene Beihilfen zu einer „einseitigen Förderung der größten Betriebe“. Die Subventionen der EU-Agrarpolitik unterstützten die „Expansionsbestrebungen“ von Betrieben und lockten außerlandwirtschaftliche Investoren an.

Brüssel soll Bodenpreise erheben

Ein weiterer Punkt in Noichl Entwurf: Der Begriff „aktiver Landwirt“soll europaweit einheitlich definiert werden und eindeutig mit dem Begriff der Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb verknüpft sein.

Weiterhin fordert Noichl die Kommission auf, alle Politikfelder daraufhin zu überprüfen, ob sie die Konzentration von Agrarland in der EU fördern oder ihr entgegenwirken. Der Umfang und die Geschwindigkeit der Landkonzentration seien „alarmierend“, heißt es in ihrem überarbeiteten Berichtsentwurf. Darin wird die Situation in Rumänien, Ungarn und Bulgarien als besonders problematisch eingestuft. Genannt werden aber auch Deutschland, Italien und Spanien.

Die Europaabgeordnete empfiehlt den Mitgliedstaaten eine Bodenpolitik, die eine breite Eigentumsstreuung gewährleistet sowie steigende Boden- und Pachtpreise dämpft. Zudem solle Landwirten beim Erwerb von Agrarland Vorrang eingeräumt und Berufseinsteigern der Zugang zu Flächen ermöglicht werden.

Noichl schlägt weiterhin die Einrichtung einer zentralen Beobachtungsstelle vor, um genauere Kenntnisse über die Entwicklungen auf den Bodenmärkten in der EU zu erhalten. Zudem soll die Kommission eine Rechtsgrundlage für eine regelmäßige Erhebung von Daten zu Pachthöhen und Bodenpreisen bei allen Flächen und Anteilsverkäufen von landwirtschaftlichen Unternehmen in den Mitgliedstaaten schaffen.

Mit Material von Europaparlament

Mit Bauernregeln durch den Herbst und Winter

Sankt Remigius
Regen an Sankt Remigius bringt für den ganzen Monat Verdruss. © ah
Schnee im Oktober
Viel Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter. © ah
Oktobernebel
Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel. © ah
Wetter Dionys
Regnets an Sankt Dionys, wird der Winter nass - gewiss. © ah
Wetter an Burkhardi
Sankt Burkhardi Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein. © ah
Sankt Gallus Tag
Ist Sankt Gallus nicht trocken, folgt ein Sommer mit nassen Socken. © ah
Tag der heiligen Ursula
Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein. © ah
Trockener Oktober
Warmer Oktober bringt fürwahr stets einen kalten Januar. © ah
Schnee im Oktober
Wenns Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält. © ah
Simon und Juda
Simon und Juda, die zwei, führen oft schon Schnee herbei. © ah
Regen Ende Oktober
Zu Ende Oktober Regen, bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen. © ah
Sankt Wolfgang
Sankt Wolfgang Regen, verspricht ein Jahr voll Segen. © ah
Oktoberschnee
Oktoberschnee - tut Samen und Pflanzen weh. © ah
Kaltes Oktoberwetter
Ist der Oktober kalt, macht er Raupenfraß halt. © ah
Allerheiligen Bauernregel
Allerheiligen feucht, wird der Schnee nicht leicht. © ah
Karolus im November
Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit und heiz dem Ofen wacker ein – bald zieht die Kälte bei dir ein. © ah
Martinstag Bauernregel
Hat Martini einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart. © ah
Schlechtes Novemberwetter
Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen. © ah
Buß- und Bettag
Kultur am Buß- und Bettag, dem 16. November. © ah
Sankt Klemens Wetterregel
St. Klemens uns den Winter bringt. © ah
Sankt Kathrein Bauernweisheit
Sankt Kathreinenschnee tut dem Kohl und Samen weh. © ah
Sankt Andrä
Hält St. Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück. © ah
Dezember Winteranfang
Am 01. Dezember ist meteorologischer Winteranfang. © ah
Bibianstag
Wenn's regnet am Bibianstag, regnet's vierzig Tage und eine Woche danach. © ah
Barbaratag
Geht Barbara im Klee, kommts Christkind im Schnee. © ah
Nikolaus
Regnets an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus. © ah
Tag der Berge
Am 11. Dezember ist der Tag der Berge. © ah
Luzia und Gänse
Wenn zu Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. © ah
Adler im Winter
Ists im Dezember kalt, wird der Winter zwar hart, aber der Frühling kommt bald. © ah
Sankt Lazarus
Ist Sankt Lazarus nackt und bar, gibts einen gelinden Februar. © ah
Dezember Winterwetter
Es folgte noch allezeit und immerdar auf kalten Dezember ein fruchtbar Jahr. © ah
Saat und Kälte
Dezember mild und viel Regen, ist für die Saat kein großer Segen. © ah
Winter und Sommer
Wenns im Dezember nicht wintert, sommerts im Juni auch nicht. © ah
Schnee und Korn
Eine gute Decke von Schnee, bringt Winterkorn in die Höh. © ah
Weihnachten Eisdecke
Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt. © ah
Weihnachtsgrüße mit Traktor
Frohe Weihnachten und ein gesegnetes, gesundes sowie erfolgreiches neues Jahr wünscht das agrarheute-Team allen Lesern! © ah
Wind im Winter
Ists windig in den Weihnachtstagen, sollen die Bäume viele Früchte tragen. © ah
Pferd am Stefanitag
Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne. © ah
Frost auf Feld
Habens die unschuldigen Kindl kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald. © ah
Morgenröte am Meer
Morgenrot am Neujahrstag - Unwetter bringt und große Plag. © ah
Ernte im Abendlicht
Makarius das Wetter prophezeit, für die ganze Erntezeit. © ah
Kuh auf Almwiese im Schnee
Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter. © ah
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