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Treffen der Agrarminister

EU-Agrarminister im Kampf gegen ASP

Wildschweine
© Karin Jähne/AdobeStock
von am
17.04.2018

Beim Treffen der Agrarminister in Luxemburg forderte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis die Mitgliedstaaten auf, ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Schweinepest zu verstärken.

Die EU-Kommission hat seit 2013 bereits 50 Millionen Euro im Kampf gegen die Afrikansiche Schweinepest investiert, betonte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis beim Treffen der Agrarminister in Luxemburg. Erneute Forderungen einiger Ressortchefs nach mehr Einsatz von Brüsseler Seite wies er zurück.

Mitgliedstaaten sollen Kampf gegen ASP verstärken

Er machte deutlich, dass die Kommission bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen habe, die von der Koordinierung bis hin zur Förderung der Forschung reichten. In den internen Beratungen erklärte Andriukaitis gegenüber den Landwirtschaftsministern, dass die Mitgliedstaaten ihre eigenen Anstrengungen im Kampf gegen die Schweinepest verstärken sollten, anstatt von der Kommission noch mehr Maßnahmen zu erwarten.

Auf Forderungen nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung aus Brüssel an den ASP-Bekämpfungsmaßnahmen, die vor allem der polnische Landwirtschaftsminister Krzysztof Jurgiel und auch die griechische sowie die estnische Delegation vorbrachten, ging Andriukaitis nicht weiter ein.

Andriukaitis gegen Zäune als Schutz vor ASP

Dänemarks Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen forderte eine stärkere europäische Koordination der ASP-Bekämpfung durch Brüssel. Der Däne schlug die Bildung einer internationalen Expertengruppe vor. Nach den Vorstellungen des dänischen Ministers sollte sich diese Gruppe beispielsweise verstärkt auf den gezielten Einsatz von Wildzäunen konzentrieren.

Andriukaitis sieht allerdings die Forderungen nach einem verstärkten Ausbau von Schutzzäunen skeptisch. Solche Zäune verursachten nicht nur hohe Kosten, gab der litauische Kommissar zu bedenken. Darüber hinaus hätten sie eindeutig negative Auswirkungen auf andere Wildtierbestände.

Dänemark will ASP-Forschung intensivieren

Larsen hält auch eine Intensivierung der ASP-Forschung sowie die Schaffung wirksamer Krisenmechanismen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für notwendig. Der Ressortchef wies darauf hin, dass die Zahl neuer ASP-Fälle in den bereits betroffenen Ländern immer weiter steige und die Seuche zunehmend auch die exportorientierte Agrarwirtschaft in westeuropäischen Mitgliedstaaten bedrohe. Andriukaitis betonte, dass es bereits eine großangelegte internationale Koordination gebe.

 

Mit Material von AgE
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