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Europäische Agrarpolitik

EU-Agrarrat: Agrarminister wollen heimischen Sojaanbau stärken

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
17.07.2017

Die Agrarminister aus 14 EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, haben heute in Brüssel eine gemeinsame Soja-Erklärung unterzeichnet. Der heimische Sojaanbau soll gestärkt werden.

Die von den 14 EU-Landwirtschaftsministern heute in Brüssel unterzeichnete Soja-Erklärung zielt darauf ab, die nachhaltige, zertifizierte und gentechnikfreie Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Eiweißpflanzen, insbesondere von Soja, in Europa zu stärken.

"Unsere heimischen Eiweißpflanzen sind gegenüber importiertem Soja noch nicht konkurrenzfähig, obwohl sie im Hinblick auf die Nachhaltigkeit überlegen sind. Die Entscheidung des Europaparlaments, den Pflanzenschutzmitteleinsatz auf ökologischen Vorrangflächen einzuschränken, verpasst dem Eiweißpflanzenanbau in Deutschland einen zusätzlichen Rückschlag. Mit der Unterzeichnung der Soja-Erklärung setzen wir ein Signal, uns stärker für den Leguminosenanbau einzusetzen", erklärte dazu Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Mit der nationalen Eiweißpflanzenstrategie habe Deutschland in dem Beriech bereits die Grundlagen gelegt, so Schmidt weiter.

Das Papier wurde am Rande des heute und morgen stattfindenden EU-Agrarrats unterzeichnet.

EU-Agrarministerrat: Zukunft der GAP im Mittelpunkt

Beim ersten EU-Agrarministerrat unter estnischer Leitung steht heute und morgen vor allem die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 auf dem Programm. Die Aussprache darüber soll laut aiz info vier verschiedene Aspekte berücksichtigen:

  • Zum einen werden die Minister auf die "The CAP Have your say"-Konferenz der EU-Kommission sowie
  • auf die laufenden Verhandlungen über die Vereinfachung der GAP (Omnibus-Verordnung) eingehen.
  • Weiterhin wollen Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Polen ein gemeinsames Papier zur Zukunft der GAP einbringen.
  • Schließlich fragt Spanien an, ob die EU-Kommission mit ihrem Weißbuch zu den EU-Finanzen 2025 die Weichen zu einer Kürzung des EU-Agrarhaushalts stellt.

Afrikanische Schweinepest auf dem Programm

Unter dem Tagesordnungspunkt "Sonstiges" wollen sich die Minister mit der Trockenheit in Spanien und Portugal beschäftigen, mit der Schweinepest in Tschechien sowie mit der Antibiotikaresistenz.

Am Dienstag wird die EU-Kommission die Minister über die laufenden Handelsgespräche mit Mexiko und den Mercosurländern informieren.

Die Agrarminister der Bundesländer: CDU/CSU und Grüne gleichauf

Barbara Otte-Kinast
Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Politiker Peter Hauk
Politiker Thomas Schmidt
Politiker Jörg Vogelsänger
Politiker Till Backhaus
Politiker Robert Habeck
Politikerin Claudia Dalbert
Politikerin Christina Schulze Föcking
Politikerin Priska Hinz
Politiker Volker Wissing Ulrike Höfken
Politikerin Birgit Keller
Politiker Reinhold Jost
Bundeslandwirtschaftsministerin
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