Login
Agrarpolitik

EU-Agrarrat: Vermarktung, GAP nach 2020 und Vogelgrippe im Gespräch

EU-Fahne flattert vor der EU-Kommission
Thumbnail
Redaktion agrarheute, agrarheute
am
14.11.2016

Heute und morgen tagt der EU-Agrarrat in Brüssel.Themen sind unter anderem die Vermarktungsbedingungen, die GAP nach 2020 und die Vogelgrippe.

Auf dem zweitägigen EU-Agrarrat in Brüssel stehen heute und morgren im landwirtschaftlichen Teil keine konkreten Entscheidungen an. Am Dienstagmorgen geht es zunächst um bessere Vermarktungsbedingungen für Landwirte. Der frühere niederländische Agrarminister Cees Veerman wird dem Rat die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe, der Agricultural Markets Task Force (AMTF), vorstellen.

Zwölf Experten wurden von der EU-Kommission beauftragt, Vorschläge für eine bessere Stellung der Landwirte in der Vermarktungskette zu liefern.

Die AMTF regt vermutlich gesetzliche Initiativen gegen unfaire Handelspraktiken an. Dazu gehören

  • Listungsgebühren,
  • verspätete Zahlungen oder
  • nachträgliche Vertragsänderungen durch den Lebensmittelhandel.

Das Europaparlament hatte vor einem Jahr Vorschriften und Strafen gegen unfaire Handelspraktiken gefordert, weil freiwillige Initiativen keinen Erfolg hätten. Weitere Punkte des Berichts von Veerman sind eine bessere Markttransparenz, Warenterminbörsen und die Stärkung von Erzeugerorganisationen. Die slowakische EU-Ratspräsidentschaft plant Ratsschlussfolgerungen zur Stellung des Landwirts in der Lebensmittelkette im Dezember.

GAP nach 2020 soll einfacher werden

Anschließend geht es im Agrarrat um die Folgen von Handelsabkommen für den Sektor. Besonders die sich überlagernden Effekte von mehreren Abkommen wie Ceta, TTIP oder mit den Mercosurländern stehen zur Debatte.

Während des Mittagessens werden die Minister Überlegungen zur GAP nach 2020 austauschen. Schon jetzt sei klar, dass die Regeln für die Landwirte einfacher werden müssten, hält die Präsidentschaft in einem Papier fest. Zudem müsste die breite Öffentlichkeit vom Sinn der Förderungen überzeugt sein, damit der EU-Agrarhaushalt auch nach 2020 abgesichert werden könne, mahnt die Präsidentschaft an.

Unter "Sonstiges" werden die Minister über den Stand der Trilogverhandlungen zur Reform der EU-Bioverordnung informiert. Am Montag stehen Fischereithemen auf der Tagesordnung des Rates sowie kleinere Punkte zum Tiertransport, zu Tierseuchen und zur Informationsplattform zum Tierschutz. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will sich zudem mit seinen Kollegen über Maßnahmen zur Vogelgrippe abstimmen.

Schmidt bringt Vogelgrippe auf die Agenda

"Wir nehmen die Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland sehr ernst. Inzwischen sind auch Geflügelbestände betroffen. Bund und Länder haben sich im Krisenstab Tierseuchen auf ein einheitliches, risiko-orientiertes Vorgehen zum Schutz vor der Vogelgrippe geeinigt." Das bedeutet konkret:

  1. Die Aufstallung werden die Bundesländer in den Regionen anordnen, wo die Wahrscheinlichkeit eines Virus-Eintrages hoch ist.
  2. Die Bund-Länder-Taskforce stimmt mit den Ländern ein einheitliches Maßnahmenbündel für die Risikogebiete ab.
  3. Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelbetrieben werden erhöht.

"Wir beobachten das Geschehen intensiv. Über das weitere Vorgehen wird im Zentralen Krisenstab beraten."

Mit Material von aiz, BMEL

Landwirt des Jahres: Das sind die Gewinner des Ceres Award 2016

Christoph Straeten bester Ackerbauer
Christoph Straeten bester Ackerbauer
Gewinner in der Kategorie Biolandwirt: Bernhard Probst aus Dresden
Bernhard Probst bester Biolandwirt
Sieger Energielandwirt
Winfried Vees bester Energielandwirt
Gewinner in der Kategorie Geflügelhalter: Ingo Mardinak
Ingo Mardink, bester Geflügelhalter
Gewinner in der Kategorie Geschäftsidee: Philipp Jans
Philipp Jans, beste Geschäftsidee
Gewinner in der Kategorie Junglandwirt: Christian Bug
Christian Bug bester Junglandwirt
Gewinner in der Kategorie Manager: Michael und Andreas Kühling
Michael und Andreas Kühling, beste Manager
Gewinner in der Kategorie Schweinehalter: Nadine Henke
Gewinner in der Kategorie Schweinehalter: Nadine Henke
Gewinnerin in der Kategorie Unternehmerin: Katharina Mayer
Katharina Mayer, beste Unternehmerin
Gewinner in der Kategorie Milchviehhalter und 'Landwirt des Jahres': Michael Dörr aus Roßdorf
Michael Dörr, bester Milchviehhalter und 'Landwirt des Jahres'
Auch interessant