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Freihandelsabkommen

EU-Kommission und Mercosur-Staaten ringen um Freihandel

Rinderhaltung in Brasilien
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
31.01.2018

Die EU-Kommission und der südamerikanische Staatenbund Mercosur ringen weiter um einen gemeinsamen Freihandelspakt.

Bei einem Treffen der Chefunterhändler am kommenden Freitag sollen die Verhandlungen vorangetrieben werden, hieß es gestern (30.1.) aus Kreisen der Brüsseler Behörde. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und Agrarkommissar Phil Hogan werden heute in der wöchentlichen Sitzung zunächst die gesamte EU-Kommission über den aktuellen Stand der Gespräche unterrichten.

Die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sowie die EU verhandeln seit Jahren über einen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Am Dienstag waren zuständige Minister aus den Mercosur-Ländern zu Gesprächen gekommen.

Aus Sicht der europäischen Landwirte wäre ein erleichterter Import bestimmter Agrarprodukte aus Südamerika problematisch, zum Beispiel von Rindfleisch. Die EU hofft jedoch unter anderem bei Autoteilen auf einen besseren Marktzugang in Südamerika.

DIHK sieht konkrete Chancen für ausgewogenes Abkommen

Angesichts protektionistischer Töne von US-Präsident Donald Trump bemüht sich die EU derzeit intensiv um Freihandelsabkommen mit anderen Staaten und Regionen. Verhandlungen laufen zum Beispiel mit Mexiko.

Der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier, meinte: „Nach Jahren des Stillstands bietet eine Einigung konkrete Chancen, die Weichen für ein umfangreiches und ausgewogenes Freihandelsabkommen zu stellen. Dabei ist es auch wichtig, dass die hohen EU-Qualitätsstandards umgesetzt werden.“ Seiner Ansicht nach profitieren davon beide Partner. „Ein wechselseitig verbesserter Zugang zu wichtigen Branchenmärkten wie Maschinenbau, Automotive und Ernährungsindustrie wäre von großer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft“, sagte Treier.

Mit Material von dpa
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