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Glyphosat

EU-Länder sollen gefährliche Beistoffe verbieten

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Katharina Krenn, agrarheute
am
07.06.2016

Im Rahmen der Diskussion über die Glyphosatzulassung appelliert die EU-Kommission an die Länder den Einsatz des Wirkstoffs und gefährlicher Beistoffe zu minimieren.

Neben einer vorläufigen Verlängerung der Zulassung von Glyphosat hat der EU-Kommissar für Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, den EU-Staaten empfohlen, gefährliche Beistoffe wie zum Beispiel POE-Tallowamine zu verbieten.

Außerdem nimmt er die Staaten in die Verantwortung, den Einsatz von Glyphosat in öffentlichen Parks und Spielplätzen sowie vor der Ernte zu minimieren. Allerdings liegt die Entscheidung über solche Einschränkungen letztlich bei den Mitgliedstaaten selbst.

Hersteller haben Tallowamine ersetzt

In Deutschland hätten die Hersteller bereits auf die Aufforderung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) reagiert und POE-Tallowamine aus den Mitteln gegen andere Netzmittel ausgetauscht, schreibt das BVL.

Hintergrund Tallowamine

Netzmittel wie POE-Tallowamine haben eine höhere Toxizität als Glyphosat, die vorrangig auf einer Reizwirkung beruht. Auf die Effekte dieser Substanzen werden die bekannt gewordenen Vergiftungsfälle beim Menschen nach irrtümlicher oder beabsichtigter (suizidaler) oraler Aufnahme größerer Mengen glyphosathaltiger Herbizide sowie die im Vergleich zum Wirkstoff höhere Toxizität einiger Pflanzenschutzmittel bei Versuchstieren zurückgeführt.

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