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Pflanzenschutz

EU setzt Glyphosat-Sonderausschuss ein

Glyphosat einfüllen in eine Pflanzenschutzspritze
© agrarfoto
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Dagmar Deutsch , agrarheute
am
19.01.2018

Am gestrigen Donnerstag stimmte eine Mehrheit der Fraktionsvorsitzenden im Europäischen Parlament zu, einen Sonderausschuss für das Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln einzusetzen.

Der auf neun Monate befristete Ausschuss untersucht in diesem Zusammenhang …

  • … das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel in der EU,
  • … mögliche Defizite bei der wissenschaftlichen Beurteilung und Genehmigung von Substanzen,
  • … die Rolle der europäischen Kommission bezüglich der Verlängerung der Glyphosatzulassung,
  • … mögliche Interessenskonflikte des Zulassungsverfahrens
  • … und die Rolle der EU-Behörden und ob diese über ausreichendes Personal verfügen und ausreichend finanziert werden, um ihre Pflichten wahrzunehmen.

Ihre Arbeit sollen die 30 Mitglieder des Sonderausschusses im März aufnehmen. Zuvor muss das Plenum im Februar dem Einsetzen des Sonderausschusses zustimmen.

Reaktion auf Bedenken gegenüber Glyphosat

Damit reagiert das Parlament auf Bedenken gegenüber den Risiken von Glyphosat. Erst im November 2017 haben sich die Mitgliedstaaten der EU auf eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat für weitere fünf Jahre geeinigt.

Die deutsche Lebensmittelindustrie reagiert auf die Glyphosat-Debatte währenddessen mit verboten. Milchlieferanten der Goldsteig Käsereien dürfen seit dem 1. Januar 2018 kein Glyphosat und glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel verwenden. Die Milchlieferanten der Molkerei Berchtesgadener Land dürfen Glyphosat schon seit Oktober nicht mehr einsetzen.

Der Discounter Aldi verlangt von seinen Lieferanten umfassend Auskunft über den Einsatz von Glyphosat in Futtermitteln.

Mit Material von Europäisches Parlament

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