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Gefährdete Art

EU: Wolf bleibt besonders geschützt

Wolf Kurti mit Peilsender und zweiten Wolf im Hintergrund in Natur
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Martina Hungerkamp , agrarheute
am
05.12.2017

Trotz Ausbreitung: Die EU-Kommission erteilt Rufen nach leichterer Bejagung eine Absage. Sie will den besonderen Schutzstatus des Wolfs nicht ändern.

Der Wolf breitet sich in Deutschland und Europa immer weiter aus. Weidetierhalter und Landwirte sind aufgrund der hohen Zahl an gerissenen Nutztiere besorgt. Trotzdem will die EU-Kommission den besonderen Schutzstatus des Raubtiers nicht ändern.

Das erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „In weiten Teilen der Europäischen Union ist der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art.“ Eine gezielte Bejagung der Tiere zur Bestandsdezimierung bleibt damit verboten.

Bejagung des Wolfs gefordert

Sowohl Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) als auch zuletzt Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) hatten sich an die EU-Kommission gewandt und um Änderung des strengen Schutzstatus gebeten. So ließe sich das Tier leichter bejagen.

Der Kommission sei bewusst, dass die Ausbreitung der Wölfe mit Problemen verbunden sei, so Hogan. Er verwies aber darauf, dass der bessere Schutz von Weidetieren finanziell unterstützt werde.

Außerdem erlaube die jetzige Regelung gezielte einzelne Abschüsse von Wölfen. Allerdings nur, wenn es dem Populationsmanagement diene und den Erhalt der Art nicht gefährde. So war in Niedersachsen ein Raubtier auf Weisung der dortigen Landesregierung erschossen worden, nachdem es Menschen immer wieder zu nahe gekommen war.

Mit Material von NOZ
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