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GAP

Europaparlament: Initiative gegen Eigentumskonzentration von Agrarland

Luftbild von Agrarflächen und Dörfern
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Katharina Krenn, agrarheute
am
27.03.2017

Um eine weitere Konzentration von Agrarland zu verhindern, spricht sich der EU-Agrarausschuss für die Förderung von Familienbetrieben und Junglandwirten beim Kauf von Ackerflächen aus.

Der Landwirtschaftsausschuss im EU-Parlament hat sich klar gegen eine "fortschreitende Eigentumskonzentration" von Agrarland in der Europäischen Union ausgesprochen. Mit Großer Mehrheit verabschiedeten die Parlamentarier in ihrer Ausschusssitzung vergangene Woche den Initiativbericht "Aktueller Stand der Konzentration von Agrarland in der EU". Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, der Flächenkonzentration strikt Einhalt zu gebieten und Junglandwirte sowie Neueinsteiger beim Erwerb von Grundstücken zu unterstützen.

3 Prozent der Betriebe besitzen 52 Prozent der Agrarfläche

Laut Angaben der zuständigen Berichterstatterin Maria Noichl zeigen Daten von 2013, dass in der EU-27 nur etwa 3 Prozent (%) der landwirtschaftlichen Betriebe mehr als 52 % der genutzten Agrarfläche kontrollieren. Hingegen verfügten 76 % der Betriebe lediglich über rund 11 % des Agrarlandes.

Als besonders problematisch bezeichnete es die SPD-Europaabgeordnete, wenn nichtlandwirtschaftliche Großinvestoren und Agrargroßkonzerne über viel Land verfügten. An der aktuellen EU-Agrarpolitik sei zu kritisieren, dass ein Großteil der Direktzahlungen aus der Ersten Säule direkt an Großbetriebe "durchgereicht" werde und weniger den ländlichen Strukturen vor Ort zugutekomme.

Zahlungen für genossenschaftliche Betriebe nicht kappen

Gegenüber Agra-Europe betonte Noichl allerdings, dass sie darunter nicht genossenschaftlich strukturierte Betriebe verstehe, wie sie etwa in Ostdeutschland zu finden seien. Diese wären weiter förderungswürdig und sollten nicht durch eine Kappung der Obergrenzen benachteiligt werden, so die Parlamentarierin.

Der italienische EVP-Abgeordnete Herbert Dorfmann erklärte gegenüber Agra-Europe, dass er den Resolutionsantrag insoweit begrüße, als es nach seiner Ansicht nicht Aufgabe der GAP sein könne, über die Direktzahlungen zu einem reinen "Renditeinstrument" etwa für Finanzspekulanten zu werden. Fehlentwicklungen müssten hier korrigiert werden. Dies sei insbesondere dort ein Problem, wo landwirtschaftliche Grundfläche günstig zu erwerben sei, etwa in Osteuropa.

Mit Material von AgE

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