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Europawahl 2019 - Das sollten Sie wissen

Europawahl 2019
Portrait der Autorin Maya Rychlik
Maya Rychlik, agrarheute
am
24.04.2019

Am 26. Mai ist die Europawahl 2019. Wir erklären Ihnen, wie die Wahl funktioniert und welche Parteien es gibt.

Am 26. Mai ist es soweit: Die Bürger in 27 EU-Mitgliedsstaaten wählen die Abgeordneten des Europaparlaments. Großbritannien bereitet seine Teilnahme an der Wahl vor. Ob die Briten an der Wahl teilnehmen werden bleibt aber wegen des geplanten Brexit noch offen.

Das Europaparlament wird alle fünf Jahre gewählt und ist weltweit die einzig direkt gewählte überstaatliche Versammlung. Diese wählt den Präsidenten der Europäischen Kommission und ernennt die Kommissionsmitglieder. Zudem erlässt das Parlament Rechtsvorschriften, verabschiedet jedes Jahr den Unionshaushalt und vertritt die EU gegenüber dem Ausland.

Darum ist es wichtig zu wählen

Immer mehr Menschen sprechen sich laut Europabarometer-Umfrage für die EU aus. Laut der Umfrage sind 48 Prozent der EU-Bürger der Meinung, dass ihre Stimme in der EU Gewicht hat. Das sind zehn Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Mit der Wahl der EU-Abgeordneten wird die EU-Politik und damit die Zukunft Europas aktiv mitgestaltet. Dabei geht es unter anderem um Themen wie gemeinsame Agrarpolitik, Migration, Sicherheit und Umweltschutz. Mit dem agrarheute Agrar-O-Mat können Sie herausfinden, welche Partei Ihrer agrarpolitischen Position am nächsten kommt:  

Fraktionen im Europäischen Parlament

Die Bürger der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten wählen die Abgeordneten selbst, diese schließen sich dann EU-weit zu gleichgesinnten Fraktionen zusammen. Eine Fraktion muss aus mindestens 25 Mitgliedern bestehen, die in mindestens einem Viertel aller Mitgliedsländer gewählt wurden. Das sind die acht Fraktionen, die es derzeit im Europäischen Parlament gibt: 

  • EVP: Fraktion der Europäischen Volkspartei (CDU/CSU)
  • S&D: Progressive Allianz der Sozialdemokraten (SPD)
  • EKR: Europäische Konservative und Reformer (LKR, Bündnis C und zum Teil parteilos)
  • ALDE: Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (FDP und Freie Wähler)
  • GUE/ NGL: Vereinte Europäische Linke/ Nordisch Grüne Linke (Linke)
  • Grüne/ EFA: Die Grünen/ Europäische Freie Allianz (Grüne, Piraten, ÖDP)
  • EFDD: Europa der Freiheit und der direkten Demokratie (AfD)
  • ENF: Europa der Nationen und der Freiheit   

Spitzenkandidaten der Parteien

Das sind die Hauptkandidaten der einzelnen Fraktionen, die damit auch für den Vorsitz der Europäischen Kommission kandidieren: 

  • EVP (CDU/ CSU): Manfred Weber, Diplomingenieur aus Deutschland. Seit 2014 ist er Vorsitzender der EVP.
  • S&D (SPD): Frans Timmermanns aus den Niederlanden, Universitäts-Abschluss in französischer Literatur. Derzeit erster Vizepräsident der Europäischen Kommission. 
  • EKR: Jan Zahradil, Ingenieur aus der Tschechischen Republik. Er ist Mitglied der EKR und Vorsitzender der ACRE (Allianz der Konservativen und Reformer in Europa).
  • ALDE (FDP): Margrete Vesthager aus Dänemark, Universitäts-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Seit 2014 EU-Kommissarin für Wettbewerb.
  • Grüne: Ska Keller aus Deutschland, Universitätsabschluss in Islamwissenschaft, Mitvorsitzende der Grünen im EU-Parlament, und Bas Eickhout aus den Niederlanden.
  • EFA:  Oriol Junqueras, von 2016-2017 Vizepräsident der Regionalregierung Kataloniens.
  • GUE/ NGL (Linke): Nico Cué aus Belgien, Gewerkschaftsfunktionär, und Violeta Tomic, stellvertretende Koordinatorin der slowenischen Partei Levica.

In der Ausgabe 5 agrarheute-Magazins finden Sie ausführliche Informationen zu den agrarpolitischen Positionen der einzelnen Parteien. 

 

Mit Material von Europäisches Parlament
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