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Ferkelkastration

Ferkelkastration: Klöckner will Isofluran zur Betäubung zulassen

Ferkel in Narkosegerät
am Dienstag, 06.11.2018 - 09:21 (Jetzt kommentieren)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium will es Sauenhaltern offenbar erlauben, bei der Ferkelkastration das Narkosemittel Isofluran anzuwenden.

Eine Verordnung dazu sei in Arbeit, sagte eine Sprecherin des Ressorts laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur. Man rechne damit, dass "in Kürze" eine Zulassung für das Mittel in Deutschland vorliegen werde.

Landwirte sollen demnach einen Sachkundenachweis brauchen, um Ferkel mit Isofluran zu betäuben. In der Schweiz, wo dieBetäubung von Ferkeln bei der Kastration seit 2009 vorgeschrieben ist, wird der Wirkstoff regulär eingesetzt.

BLE schätzt die Mehrkosten auf bis zu 5 Euro

Die große Koalition hat entschieden, die Kastration männlicher Ferkel ohne Betäubung zwei Jahre länger zu erlauben - eigentlich sollte das von Januar an verboten werden.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gibt die zusätzlichen Kosten pro Ferkel
für die Inhalationsnarkose mit Isofluran mit 4,40 bis 5 Euro an. Das sei nicht der "präferierte Weg" des Ministeriums, sagte die Sprecherin. Die Landwirte sollten aber zwischen verschiedenen Wegen wählen
können.

Mit Material von dpa

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