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Tierwohl

Ferkelkastration: Kommt doch noch die Fristverlängerung?

Ferkel in einem Kastriergerät
am Mittwoch, 12.09.2018 - 16:06 (Jetzt kommentieren)

Möglicherweise einigen sich die Bundesländer doch noch auf eine Fristverlängerung beim Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration. Die Bundesländer scheinen sich nun auf einen Antrag einigen zu können.

Ferkel in einem Kastriergerät

Niedersachsen hat einen neuen Kompromissvorschlag in Sachen betäubungslose Ferkelkastration vorgelegt. Nach einem Antragsentwurf, den die Landesregierung möglicherweise nächste Woche in der Bundesratssitzung am 21. September einbringen wird, soll das mit Beginn des nächsten Jahres in Kraft tretende Verbot der betäubungslosen Kastration ausgesetzt werden. Die Verlängerung soll greifen, bis ein zugelassenes Narkosemittel seit drei Monaten im Handel verfügbar ist, längstens jedoch bis Ende 2020.

Der Vorschlag orientiert sich am Antrag Baden-Württembergs, der im Agrarausschuss der Länderkammer nur knapp gescheitert war. Allerdings war darin eine Verlängerung der Übergangsfrist bis maximal Ende 2021 vorgesehen.

Auch die Schlachtbranche macht sich für eine Fristverlängerung stark, weil Eberfleisch nur schwer zu vermarkten ist.

Backhaus fordert sachorientierte Lösung

Unterdessen hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erneut für einen Kompromiss ausgesprochen.

Die Entscheidung für eine befristete Fortführung der betäubungslosen Ferkelkastration dürfe "keine Frage parteipolitischer Programmatik sein". Stattdessen müsse man eine "sachorientierte Lösung" finden, heißt es in einem Schreiben des SPD-Politikers an seine Länderkollegen sowie maßgebliche Akteure auf Bundesebene.

Mehr Chancen bei einem Antrag

Die entscheidende Sitzung des Bundesrates findet am 21. September statt. Beobachter sehen durchaus Chancen auf eine Fristverlängerung beim Verbot der betäubunglosen Kastration ab 2019.

Zuletzt waren im Agrarausschuss mehrere Anträge der Bundesländer nicht mehrheitsfähig gewesen. Zudem hatten sich im Ausschuss einige Bundesländer der Stimme enthalten. Beobachter glauben, dass ein einzelner Antrag auf Fristverlängerung im Länderplenum mehr Aussicht auf eine Mehrheit haben könnte.

Mit Material von AgE

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Ferkel im Flatdeck
Ralf Remmert mit Ferkel im Flatdeck
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