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Fipronil-Skandal

Nach Fipronil-Skandal: EU-Abgeordnete fordern Hilfe für Landwirte

von , am
13.09.2017

EU-Abgeordnete möchten durch den Fipronli-Skandal geschädigten Landwirten helfen und fordern zügigere Weiterleitung von Informationen ins EU-Schnellwarnsystem.

Eier
EU-Abgeordnete wollen Landwirte entschädigen. © srdjan/istock

Nach dem Eier-Skandal haben Europaabgeordnete eine Entschädigung für betroffene Landwirte gefordert. Der für Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis betont jedoch, dass vorher erst einmal der entstandene Schaden inventarisiert und die Ermittlungen der Justiz abgewartet werden müssten. Des Weiteren dürfe niemand Entschädigungen erhalten, der möglicherweise in den illegalen Einsatz des Insektizides mitverstrickt ist.

EU-Schnellwarnsystem muss früher genutzt werden

Um solche Skandale in Zukunft zu vermeiden, fordern die Abgeordneten auch eine zügigere Weiterleitung von Informationen in das Schnellwarnsystem der europäischen Union.

Die Niederlande wusste beispielsweise schon im November 2016 von dem Fipronil Problem, warnte aber erst im Sommer 2017 europaweit davor. Geht es nach dem belgischen Abgeordneten Marc Tarabella, sollen solche Länder zukünftig sogar mit Sanktionen bestraft werden.

Einige Abgeordnete verlangen auch eine Ausweitung der Kontrollen, um in Zukunft möglichst schnell über Missstände informiert zu sein.

Mit Material von dpa
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