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Pflanzenschutzmittel

Frankreich will gegen Glyphosat-Zulassung stimmen

Glyphosat auf Zwischenfrucht
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
31.08.2017

Frankreich will in Brüssel offenbar gegen die Verlängerung der Zulassung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat stimmen. Das kündigte der französische Umweltminister Nicolas Hulot an.

Einen Tag, bevor die Mitgliedstaaten ihre Meinung über die Verlängerung des Wirkstoffs Glyphosat schriftlich einreichen, äußert sich der französische Umweltminister Nicolas Hulot. Laut Presseagentur Agence France-Press (AFP) hegt Hulo Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Wirkstoffs Glyphosat.

Eingeweihte betonen in diesem Zusammenhang, dass es sich dabei offenbar um Hulots persönliche Meinung handle, die nicht mit dem Agrarministerium offiziell abgestimmt sei. Der Vorstoß von Hulot wird daher eher als Versuch gesehen, noch Einfluss auf unentschlossene Länder zu nehmen. Insider rechnen nicht damit, dass alle Mitgliedstaaten morgen ihre Meinung abgeben.

Zulassung von Glyphosat endet ohne Verlängerung zum Jahresende

Die Europäische Kommission schlägt bekanntlich vor, Glyphosat in der Europäischen Union für weitere zehn Jahre als Pflanzenschutzwirkstoff zuzulassen. Grundlage dafür sind positive Sicherheitsbewertungen durch die europäische Chemikalienagentur (ECHA) und die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA).

Sollte Frankreich bei der für den 4. Oktober angesetzten Abstimmung im zuständigen EU-Ausschuss dennoch gegen die geplante Verlängerung der Wiederzulassung um zehn Jahre stimmen, könnte das die notwendige qualifizierte Mehrheit gefährden.

Die Zulassung von Glyphosat als Pflanzenschutzwirkstoff endet in der Europäischen Union ohne erneute Verlängerung zum Jahresende.

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