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Beihilfen

Frankreichs Bauern warten jahrelang auf EU-Agrarbeihilfen

Traktor auf einem Feld in Frankreich
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
07.01.2019

In Frankreich warten die Landwirte zum Teil jahrelang auf die Auszahlung der ihnen zustehenden Agrarbeihilfen. Gerade hat die Regierung eine erneute Verzögerung bestätigt.

So hat die französische Regierung den Stichtag für die Auszahlung der Beihilfen für die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (MAEC) sowie den Ökolandbau für die Jahre 2016 und 2017 wieder einmal verschoben. Das geht aus einem Dekret hervor, das Ende Dezember im französischen Amtsblatt erschienen ist.

Zunächst war den Landwirten der 31. Dezember 2018 als Zahltag genannt worden; nun sollen die noch ausstehenden Beihilfen erst zum 31. Juli 2019 überwiesen werden.

Zeitplan wird weiterhin nicht eingehalten

Bereits im November vorigen Jahres hatte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume eingeräumt, dass das von seinem Amtsvorgänger Stéphane Travert gemachte Versprechen, zu einem „normalen Zeitplan“ bei der Auszahlung der EU-Beihilfen zurückzukehren, nicht eingehalten werden könne.

Der französische Verband der Biolandwirtschaft (FNAB) hatte Ende Oktober auf eine Auszahlung der Beihilfen für die Jahre 2015 bis 2017 bis Ende vergangenen Jahres gedrängt.

Mit Material von AgE
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