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Niedersachsen

Frist für ASP-Sperrzone: EU-Kommission lehnt Özdemirs Antrag ab

Für die in den niedersächsischen ASP-Restriktionsgebieten liegenden Betriebe mit Schweinehaltung wird mit der Antwort aus Brüssel zur Fristverkürzung für die Sperrgebiete ein Hoffnungsschimmer ausgelöscht.
am Dienstag, 30.08.2022 - 11:14 (Jetzt kommentieren)

Den gemeinsamen Antrag von Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium auf Verkürzung der Frist für die Sperrzone der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat die EU-Kommission abgelehnt.

Wie das BMEL heute (30.08.) mitteilt, will die EU-Kommission dem in der letzten Woche eingereichten Antrag nicht zustimmen. Nach Ansicht der Kommission habe sich die epidemiologische Lage in Deutschland insgesamt verschlechtert, weil es in drei verschiedenen Bundesländern (Brandenburg, Baden-Württemberg, Niedersachsen) zu ASP-Ausbrüchen gekommen sei.

Deshalb bestehe ein erhöhtes Risiko einer weiteren Übertragung der ASP in verschiedene und voneinander weit entfernte Gebiete in Deutschland.

Schlachtbetriebe nehmen keine Schweine aus ASP-Gebieten an

Um zehntausende gesunde Schweine aus den ASP-Restriktionsgebieten schlachten und vermarkten zu können, suche das BMEL gemeinsam mit den Landesbehörden und Schlachtbetrieben nach Lösungen. Momentan verweigerten die Schlachtunternehmen die Annahme der Schweine.

Das Bundesministerium weist auf die Zuständigkeit der Länder bei der Tierseuchenbekämpfung hin. Jedoch unterstütze das BMEL die betroffenen Länder „mit Rat und Tat“. So habe es sich zuletzt dafür eingesetzt, dass die Anstrengungen und Schutzmaßnahmen, die in Niedersachsen unternommen wurden, mit einer Verkürzung der Frist für die ASP-Sperrzonen honoriert werden.

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