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Futterknappheit

Futtermangel: EU genehmigt weitere Erleichterungen wegen Dürre

Trockenheit Weide
am Donnerstag, 30.08.2018 - 13:35 (Jetzt kommentieren)

Die Europäische Kommission hat heute ein zusätzliches Maßnahmenpaket vorgestellt, um die Futterversorgung auf den Betrieben zu erleichtern.

Die neuen Ausnahmeregelungen betreffen insbesondere bestimmte Greening-Regeln:

  • Als Zwischenfrüchte, die für die Futternutzung vorgesehen sind, dürfen auch Reinkulturen ausgesät werden. Eine Mischung aus mehreren Kulturen ist nicht länger Pflicht.
  • Die 8-Wochen-Frist bis zur ersten Nutzung der Zwischenfrüchte darf verkürzt werden, damit Landwirte ihre Winterkulturen rechtzeitig nach den Zwischenfrüchten aussäen können.
  • Winterkulturen, die normalerweise im Herbst für die Ernte/Beweidung ausgesät werden, dürfen als Zwischenfrüchte genutzt werden, was nach den üblichen Vorschriften nicht gestattet ist.
  • Die Ausnahmegenehmigung zum Mähen und zur Beweidung brachliegender Flächen, die bisher für die baltischen Republiken, Polen, Dänemark, Finnland und Schweden begrenzt ist, wird auf Frankreich ausgeweitet.

Vorschlag zu vorgezogenen Direktzahlungen vorgelegt

Auch der bereits vor einigen Wochen angekündigte Vorschlag für höhere und frühere Vorschüsse auf die Direktzahlungen wurde heute offiziell vorgelegt. Landwirte sollen zur Verbesserung ihrer Liquidität bis zu 70 % der ihnen zustehenden Direktzahlungen und 85 % der Zahlungen im Rahmen der Entwicklung des ländlichen Raums bereits Mitte Oktober 2018 erhalten können, anstatt bis Dezember warten zu müssen.

Deutschland macht von dieser Möglichkeit allerdings keinen Gebrauch.

Entscheidungen werden rückwirkend gelten

Die heutigen Vorschläge wurden den Mitgliedstaaten in einer Ausschusssitzung vorgelegt. Sie sollen in den kommenden Tagen abgestimmt und bis Ende September förmlich angenommen werden.

Die Maßnahmen werden auch rückwirkend gelten.

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