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Pflanzenschutzmittel

Glyphosat: Kommission schlägt 5 Jahre vor

Kommissiongebäude in Brüssel
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
27.10.2017

Im Streit um die Zukunft von Glyphosat will die EU-Kommission nun am 9. November über eine Zulassung für fünf Jahre abstimmen lassen.

Das teilte die EU-Kommission am Donnerstagabend mit. Der ursprüngliche Vorschlag für eine Zulassungsverlängerung um zehn Jahre hatte zuvor nicht die erforderliche Mehrheit im zuständigen Expertenausschuss gefunden. Zuletzt hatten Vertreter der EU-Staaten am Dienstag eine Entscheidung über die Zukunft des Wirkstoffs vertagt.

FDP: Grüne sollten auch gegen Kupferspritzung eintreten

Dr. Friedrich Bullinger

Unterdessen forderte der FDP/DVP-Abgeordnete im baden-württembergischen Landtag, Dr. Friedrich Bullinger, den Ausstieg des Ökolandbaus aus der Kupferspritzung.

Bullinger wirft den Grünen eine Doppelmoral vor: „Die Grünen messen in dieser Diskussion offenkundig mit zweierlei Maß. Wenn sie mit aller Macht ein Verbot dieses bewährten Wirkstoffes durchsetzen wollen, dann erwarte ich, dass Frau Göring-Eckardt und Herr Dr. Hofreiter ihrer Ökolandbau-Lobby nun auch persönlich erklären, dass unsere heimischen Böden künftig nicht mehr mit schwermetallhaltigen Pflanzenstärkungsmitteln wie Kupfersulfat belastet werden dürfen“, sagte Bullinger.

Ähnliche Stoffgruppen

Der promovierte Agrarwissenschaftler Bullinger erklärte, er erwarte von den Grünen, dass sie ihre ständigen Forderungen zur Wiederzulassung von Kaliumphosphonat für den Ökolandbau stoppen.

Sie sollten ihren Bio-Winzern und Bio-Obstbauern ehrlicherweise erklären, dass das von ihnen so sehr vermisste Kaliumphosphonat aus exakt derselben chemischen Stoffgruppe stamme wie das angeblich so furchtbare Glyphosat. Die widersinnige Agrarpolitik der Grünen sei das beste Argument dafür, endlich mehr Geld in die naturwissenschaftliche Schulbildung zu investieren.

Mit Material von dpa
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