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GroKo: Was wird aus dem BMEL?

Groko-Puzzel
© HeGraDe /AdobeStock
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Anke Fritz , agrarheute
am
09.02.2018

Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU Stegemann will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als „Wirtschaftsministerium für den ländlichen Raum“ ausbauen.

Laut Koalitionsvertrag soll das Ressort nicht um die Zuständigkeit für den ländlichen Raum erweitert werden. Die Kompetenz soll offenbar beim Innenministerium angesiedelt werden, das unter Führung von Horst Seehofer (CSU) zudem für Heimat zuständig sein soll.

Die Bildung eines Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat muss nach Einschätzung des agrarpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, nicht automatisch zu Lasten des Landwirtschaftsressorts gehen. „Die Begriffe ‚Heimat‘ und ‚ländlicher Raum‘ haben sicher Überschneidungen, sind aber nicht deckungsgleich“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber Agra-Europe.

Stegemann will Wirtschaftsministerium für den ländlichen Raum

Man habe auch weiterhin alle Chancen, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als „Wirtschaftsministerium für den ländlichen Raum“ zu positionieren und weiter auszubauen. „Wir werden damit eine wettbewerbsfähige und in die Zukunft gerichtete Landwirtschaft in Deutschland ermöglichen und bestehende ideologische Gräben schließen“, kündigte Stegemann an.

 

Mit Material von AgE

Das sind die neuen agrarpolitischen Sprecher im Bundestag

Leiter Agrarausschuss
Alois Gerig ist auch in der neuen Legislaturperiode Vorsitzender des Bundestagsernährungsausschusses. Der 62-jährige CDU-Politiker wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Der Landwirtschaftsmeister und ehemalige Geschäftsführer eines Maschinenrings aus dem württembergischen Höpfingen gehört dem Bundestag seit 2009 an. Seither ist er Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Anfang 2015 übernahm er von Gitta Connemann den Ausschussvorsitz. © Laurence Chaperon
CDU-Agrarsprecher
Die Union hat den 41-jährigen Landwirt Albert Stegemann (CDU) zu ihrem agrarpolitischen Sprecher gewählt. Der Emsländer ist staatlich geprüfter Landwirt und Betriebsleiter eines Milchviehvertriebes. Stegemann ist seit 2013 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. © CDU
CSU_Agrarsprecherin
Die CSU-Landesgruppe hat Marlene Mortler als agrarpolitiche Sprecherin bestätigt. Die 62-jährige Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft aus dem Landkreis Nürnberger Land sitzt seit 2002 im Bundestag. © Foto Steinbauer GmbH
SPD-Agrarsprecher
Bei der SPD-Bundestagsfraktion ist Rainer Spiering zum neuen agrarpolitischen Sprecher ernannt worden. Der ehemalige Berufsschullehrer für die Fächer Metallwissenschaften und Sport ist für den Wahlkreis Osnabrück Land seit 2013 im Bundestag. © Benno Kreahahn
FDP-Agrarsprecher
Die FDP-Bundestagsfraktion hat sich auf den 42-jährigen Wirtschaftswissenschaftler Dr. Gero Hocker als Sprecher für Landwirtschaftspolitik verständigt. Hocker, der zuvor langjähriges Mitglied des niedersächsischen Landtages war, ist mit dem Wiedereinzug der FDP in den Bundestag bei der Wahl im September als neuer Abgeordneter in den Bundestag eingezogen. © Gero Hocker/FDP
Grünen-Agrarsprecher
Sprecher der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen für das Thema Agrarpolitk bleibt wie schon zuvor Friedrich Ostendorf. Der 65-jährige Biolandwirt aus Bergkamen ist bereits seit 2009 Mitglied im Deutschen Bundestag. © Deutscher Bundestag/ H.J. Müller
Linke-Agrarsprecherin
Die Linksfraktion setzt im Agrarbereich weiterhin auf die Erfahrung von Dr. Kirsten Tackmann.  Die 57-jährige Tierärztin war erstmals 2005 in den Bundestag gewählt worden. © Dr. Kirsten Tackmann/Linke
Afd-Agrarsprecher
Auch die neu in den Bundestag eingezogene AfD hat einen agrarpolitischen Sprecher benannt. Der 40-jährige gerlernte Elektroinstallateur Stephan Protschka aus Bayern ist Vertriebsleiter in einem italienischen Unternehmen. © Stephan Protschka
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