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"Wir haben es satt!"-Bündnis

Großdemo zur Agrarpolitik abgesagt - Kundgebung vor BMEL findet statt

Demonstration Agrarindustrie Berlin
am Donnerstag, 20.01.2022 - 13:00 (1 Kommentar)

Auch ohne Grüne Woche wollten Gegner der Agrarpolitik ursprünglich am 22. Januar ihre traditionelle Großdemonstration in Berlin durchführen. Wegen der Corona-Infektionszahlen wurde die Demo abgesagt. Eine Trecker-Kundgebung vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) soll aber stattfinden.

Zum Protestzug „Wir haben Agrarindustrie satt!“ hatten die Veranstalter nach Angaben der Versammlungsbehörde mit 15.000 Teilnehmern gerechnet. Mit dem Start der neuen Bundesregierung müsse es auch einen Neustart in der Agrarpolitik geben, hieß es in ihrem Aufruf. Darin werden die Klimakrise, das Artensterben und dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern ihre Höfe aufgeben, beklagt. Ursache dafür seien ruinöse Preise für Lebensmittel.

Am 10. Januar 2022 zogen die Organisatoren die Notbremse und sagten die Großdemo ab. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen rief das Bündnis dazu auf, zu Hause zu bleiben. Wie das Bündnis am Dienstag (18.01.) mitteilte, werde aber eine Delegation von etwa 30 Traktoren aus Berlin und Brandenburg erwartet, stellvertretend für die Demo-Teilnehmer, die sonst aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen. Die Kundgebung finde laut Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) am 22. Januar von 10 bis 11 Uhr vor dem BMEL statt. Dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und der Staatssekretärin Silvi Bender soll dabei ein Forderungspapier überreicht werden.

Eine Bildaktion soll anschließend am Reichstagsufer stattfinden.

Jährlicher Protestzug findet bereits seit 2011 statt

Träger von "Wir haben es satt!" sind Vertreter ökologisch und konventionell wirtschaftender Bauern, Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbände sowie kirchliche Hilfswerke.

Den jährlichen Protestzug gibt es seit 2011 – eigentlich zeitgleich zur großen Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche in den Hallen am Funkturm. Sie war nach einer Online-Ausgabe 2021 aber Ende November wegen steigender Corona-Zahlen für 2022 abgesagt worden. Zuvor hatten mehrere Bundesländer ihre Messeauftritte abgesagt oder auf den Prüfstand gestellt.

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