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Waldwirtschaft

Die Grünen wollen ab 2050 nur noch Ökowälder

am
14.06.2019

Die Grünen fordern, dass ab dem Jahr 2050 die Wälder in Deutschland nur noch ökologisch bewirtschaftet werden. Nach Ansicht der Grünen bringen Öko-Wälder Vorteile sowohl für die biologische Vielfalt als auch für die Holzwirtschaft.

Anton Hofreiter Bündnis90/ Die Grünen

"Wie auch in der Landwirtschaft wollen und brauchen wir mehr Öko im Wald, zum Schutz des Klimas, der Artenvielfalt und der Umwelt", heißt es in einem Aktionsplan der Grünen. Dazu gehöre unter anderem, Stämme einzeln und mit bodenschonenden Verfahren zu ernten. Öko-Wald bringe nicht nur Vorteile für die biologische Vielfalt, sondern auch für die Holzwirtschaft, weil er für höhere Stabilität, Widerstandskraft und eine bessere Holzqualität sorge.

"Pestizide im Wald nur auf Notfälle beschränken"

"Wir wollen Baumarten, die an dem Standort auch natürlich vorkommen würden, sowie ein Verbot von gentechnisch veränderten Bäumen", schreiben Fraktionschef Anton Hofreiter und mehrere Abgeordnete. "Pestizideinsätze in Wäldern müssen Ultima Ratio für streng begrenzte außergewöhnliche Notfälle bleiben." Es solle nur so viel Wild im Wald leben, dass neue Bäume keinen Extra-Schutz brauchen. Invasive Arten, die die natürliche Waldentwicklung störten, müssten bekämpft werden.

Forderung: 1 Mrd. Euro für Zukunft des Waldes

Weiter fordern die Grünen einen "Waldzukunftsfonds" von einer Milliarde Euro über zehn Jahre, um den Umbau von Monokulturen zu Öko-Wäldern zu fördern. Nur gesunde, stabile und vielfältige Wälder könnten den Herausforderungen des Klimawandels begegnen, schreiben sie. Mit einem "Holzsparplan" wollen die Grünen mithilfe der Digitalisierung erreichen, dass mit Papier und Holzprodukten sparsamer umgegangen wird. 

Mit Material von dpa

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