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Gemeinsame Agrarpolitik

Handelsabkommen: Hogan will auf Milchsektor Rücksicht nehmen

Phil Hoganbreit
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
24.01.2017

EU-Agrarkommissar Phil Hogan erwartet für den Milchsektor eine Forsetzung des positiven Trends. Bei Handelskommen soll auf die Milch Rücksicht genommen werden

EU-Agrarkommissar Phil Hogan begrüßte beim EU-Agrarrat in Brüssel die grundsätzlich positive Entwicklung auf dem Milchmarkt. So sei der Milcherzeugerpreis in der zweiten Jahreshälfte 2016 um 25 Prozent (%) auf 32 Cent/kg gestiegen sei.

Erwartet werde eine Fortsetzung des positiven Trends. Die Exporte von Butter und Käse seien im Zeitraum Juni bis November 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 27 % beziehungsweise 13 % gestiegen. Während die Situation für Magermilchpulver noch schwierig sei, sei der Exportverlauf bei den Milchprodukten mit einem Plus von 1,9 % insgesamt als positiv zu bewerten, so Hogan.

Er hob hervor, dass er für das Milchpaket insgesamt große Unterstützung erhalten habe. In ihrem zweiten Bericht zur Umsetzung des Milchpakets war die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass die Landwirte die damit angebotenen Möglichkeiten wie eine gemeinsame Aushandlung von Vertragsbedingungen durch Erzeugerorganisationen und die Abfassung schriftlicher Lieferverträge zunehmend nutzten.

Eine Verlängerung dieser Regelungen über 2020 hinaus sei im Europaparlament und in der Landwirtschaft selbst auf ein positives Echo gestoßen, sagte Hogan. Zudem verwies er auf die Empfehlungen der von ihm eingesetzten Task Force. So sollte unter anderem die Arbeit von Erzeugerorganisationen gestärkt werden.

Freihandelsabkommen in Zeiten von Donald Trump

Während der neue US-Präsident Donald Trump das Abkommen zur Transpazifischen Partnerschaft (TPP) aufgekündigt hat, ist auch unter den Landwirtschaftsministern in der Europäischen Union die Skepsis gegenüber neuen Freihandelsabkommen spürbar gewachsen. Polens Agraressortchef Krzysztof Jurgiel mahnte beim Agrarrat zur Vorsicht bei den Freihandelsgesprächen mit Neuseeland und Australien. Er forderte einen Ausschluss des Milchsektors aus den Verhandlungen.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan sagte zu, dass gegenüber dem Milchsektor besondere Rücksicht in den für dieses Jahr anstehenden Verhandlungen genommen werden solle. Einen Ausschluss des Milchsektors aus den Verhandlungen beurteilte er indes kritisch. Man könne kein Produkt von vornherein aus den Gesprächen ausschließen, sagte der Ire.

Begrüßt wurde vom Agrarrat die Absicht der EU-Kommission, die Anliegen der Gemeinschaft hinsichtlich sensibler Produkte und geografischer Herkunftszeichen in die Freihandelsgespräche einzubringen.

Fleischmärkte: 'Stabilisierung erkennbar'

Mit Blick auf die Fleischmärkte stellte der Agrarkommissar fest, dass für Rindfleisch gegen Ende 2016 eine Stabilisierung der Preise erkennbar gewesen sei; allerdings sei die Marktlage hier noch sehr volatil. Der Schweinefleischmarkt habe sich nach zwei schwierigen Jahren indes deutlich stabilisiert. Dies sei insbesondere auf die höheren Exporte zurückzuführen. Sorgen machen Hogan die Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen und den baltischen Staaten.

Schwierig sei die Lage auf dem Geflügelfleischmarkt, auch wegen der Geflügelpest. Dem italienischen Landwirtschaftsminister Maurizio Martina sagte Hogan am Rande des Ratstreffens zusätzliche Hilfen für die vom jüngsten Erbeben in Mittelitalien betroffenen Landwirte zu. So sollen nach Angaben der Kommission die bisher gewährten Mittel von 21 Mio Euro um bis zu 200 Prozent aufgestockt werden.

Mit Material von Agra Europe

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