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Ökolandbau

Hauk will ein Drittel Ökolandbau in Baden-Württemberg

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Josef Koch, agrarheute
am
11.10.2018

Baden-Württemberg will den Ökolandbau weiter ausbauen. Ziel seien 30 Prozent Anteil der Ökolebensmittel.

Politiker Peter Hauk

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk will, dass zukünftig 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion aus ökologischer Landwirtschaft kommen. Das Ziel sei realistisch, auf Bundesebene seien es nur 20 Prozent, so der Minister.

„Wir wollen keine Quote von 30 Prozent, sondern eine Zielsetzung 30 Prozent Biolandbau“, sagte Hauk. Die Landesregierung wolle den Bauern ihre unternehmerische Freiheit lassen und die Verbraucher nicht erziehen, sondern sie aufklären.

Auch könne der Biolandbau aus Sicht von Minister Hauk die konventionelle Landwirtschaft nicht komplett ersetzen. Schon alleine die geringere Produktivität bei immer geringer werdenden Produktionsflächen und wachsender Bevölkerung mache dies unmöglich, sagte Hauk.

2017 lag der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Land bei 11,7 Prozent. Der Anteil der Öko-Betriebe betrug 10,2 Prozent und übersprang erstmals die Zehn-Prozent-Hürde. 

Gleichzeitig wies Hauk auf die Bedeutung der landwirtschaftlichen Förderung durch die EU hin. „Wenn es die Förderung der EU nicht gäbe, gäbe es in Baden-Württemberg nicht einmal die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe. Der Ökolandbau ist eine Erfolgsgeschichte und wir werden alles dafür tun, dass er es auch bleibt.“

In dieser Legislaturperiode habe die Landesregierung viel für den Biolandbau gemacht, erläuterte der Minister. So habe die Landesregierung den Bio-Aktionsplan verdoppelt. Das Kompetenzzentrum für den ökologischen Landbau in Emmendingen wurde ausgebaut, 1,7 Millionen Euro investiert, zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und bereits zwei Ökofachschulklassen geschaffen. Ein Netzwerk an Bio-Musterregionen forciert den Vertrieb von biologischen Produkten aus der Region und nach einer ersten Ausschreibung läuft jetzt eine zweite Runde. Das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) wurde aufgewertet.

 

 

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