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Bayern

Heidl reagiert auf offenen Brief der Grünen

Walter-Heidl
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Anke Fritz, agrarheute
am
07.08.2018

Ein offener Brief des bayerischen Fraktionsvorsitzenden der Grünen richtet sich an BBV-Präsident Walter Heidl und macht schnell die Runde. Heidl kritisiert die Vorgehensweise, ist aber für Gespräche weiterhin offen.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, hat einen offenen Brief an den Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Walter Heidl, gerichtet und zeitgleich an die Medien weitergegeben. Hartmann beschreibt darin die Folgen der Trockenheit für die Landwirte und äußert Kritik.

"Leider ist die Art, wie wir hierzulande Landwirtschaft betreiben, einerseits für die Klimaveränderungen mitverantwortlich und andererseits die Ursache dafür, dass die Agrarwirtschaft in der Bevölkerung keinen besonders guten Ruf genießt," heißt es in dem Schreiben Hartmanns. Er betont, es sei Zeit für einen Neuanfang.

BBV-Präsident Walter Heidl reagiert jetzt auf den offenen Brief.

Heidl steht für weitere Gespräche bereit

Heidl erwidert: "Ich danke Ihnen für Ihren offenen Brief. Gleichzeitig muss ich Ihnen meine Verwunderung bezüglich der Form der Übermittlung Ihrer Positionen zum Ausdruck bringen. Erst im März 2018 hatten wir persönlich einen durchaus konstruktiven Austausch zu eben jenen Themen, welche die bayerische Land- und Forstwirtschaft betreffen.

Nach diesem Gespräch war ich davon ausgegangen, dass Sie künftig auf eine Profilierung auf dem Rücken der Bauern verzichten werden und wir den Weg für einen ehrlichen Dialog sowie eine sachliche Befassung geebnet hätten.

Daher erstaunt es mich sehr, dass Sie nun die Form eines offenen Briefes gewählt haben, um mich und die gesamte bayerische Land- und Forstwirtschaft öffentlich und ohne direkte Kontaktaufnahme Ihrerseits mit ähnlichen Positionen zu konfrontieren.

Angesichts der enormen Probleme, zu denen die Dürre auf den Bauernhöfen in Bayern und ganz Deutschland führt, sorgt Ihre Argumentation bei mir für Kopfschütteln. Es ist offensichtlich, dass Sie auf diesem Wege meinen Namen und die aktuell schwierige Situation der Bäuerinnen und Bauern für Ihre Wahlkampfzwecke nutzen wollen. Solch einseitige Kommunikation und Ihre Schuldzuweisungen an die Landwirte halte ich für unangebracht. Für weitere Gespräche jedoch standen und stehen wir bereit."

Mit Material von BBV
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