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GAP

Hogan: Einigung über EU-Agrarhaushalt bis März 2019 möglich

EU-Agrarkommissar Phil Hogan
am Mittwoch, 26.09.2018 - 09:29 (Jetzt kommentieren)

Beim Informellen Agrarrat auf Schloss Hof appellierte Agrarkommissar Phil Hogan an die Verhandlungsbereitschaft der Mitgliedstaaten. Er setzt auf eine baldige Einigung über den EU-Agrarhaushalt.

Agrarkommissar Phil Hogan hält eine Einigung der EU-Mitgliedstaaten über die Ausgestaltung des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) für den Zeitraum von 2021 bis 2027 und damit auch über den Brüsseler Agrarhaushalt bis März 2019 für möglich. Der Ire machte nach dem in Schloss Hof unter österreichischer EU-Ratspräsidentschaft zu Ende gegangenen informellen Agrarrat allerdings deutlich, dass dafür die entsprechende Bereitschaft der Mitgliedsländer vorhanden sein müsse.

Gegenwärtig stünden die Zeichen, dass der Rat zumindest unter rumänischer EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2019 zu einer Einigung kommen könnte, gut. Hogans wies darauf hin, dass auch sein Kommissionskollege, der für den MFR zuständige Günther Oettinger, diese Einschätzung teile.

 

Zweite Säule spielt Schlüsselrolle

Die Gastgeberin des Gipfels, Österreichs Landwirtschaftsministerins Elisabeth Köstinger, hob derweil hervor, wie wichtig ein ausreichendes EU-Agrarbudget für die Landwirtschaft sei. Eine Schlüsselrolle komme dabei der Zweiten Säule zu. Gerade die österreichischen Bergbauern seien ohne entsprechende Beihilfen nicht konkurrenzfähig.

Allerdings sei ein vitaler ländlicher Raum ein Schlüssel für eine vitale agrarwirtschaftliche Entwicklung, betonte Köstinger. Außerdem sei die Frage, welches Agrarmodell die Europäer haben wollten, von entscheidender Bedeutung in den anstehenden Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Der österreichische Weg sei klar: „Qualität statt Quantität“, so die Wiener Agrarressortchefin.

Mit Material von AgE

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