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Grüne Woche

Hogan: Glyphosat-Kritiker sollen Alternativen entwickeln

EU-Agrarkommissar Phil Hogan
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
19.01.2018

EU-Mitgliedstaaten, die für ein Verbot von Glyphosat sind, sollen Alternativen für das Herbizid entwickeln, schlägt EU-Agrarkommissar Phil Hogan vor.

Man könne schließlich kein Produkt verbieten, wenn es dazu noch keine Alternativen gebe, unterstrich Hogan am Donnerstag (18.1.) auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Grünen Woche in Berlin. Die EU-Mitgliedstaaten könnten dafür auch Fördermittel beantragen.

Auch EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sprach sich für den Einsatz von Glyphosat aus. Schließlich gebe es keine wissenschaftlichen Belege, dass das Herbizid schädlich für die Gesundheit sei.

EU-Budget: 12 Milliarden Euro Lücke

Aufgrund des Brexits fehlen im EU-Budget laut Hogan 12 Milliarden Euro. Wenn die Finanzlücke nicht von den Mitgliedstaaten ausgeglichen werde, komme es zu Einschnitten. In welchen Bereichen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Einschnitte erfolgen werden, ist noch unklar.

ASP: EU will mit Russland zusammenarbeiten

EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis appellierte an Russland, verlässliche Daten vor allem über infizierte Wildschweine zu übermitteln. Russland habe seine Behauptung, die Schweinepest sei über die EU nach Russland gekommen, inzwischen zurückgezogen. Es sei belegt, dass die ASP von Afrika zunächst nach Georgien und in 2009 nach Russland gewandert sei. Von dort habe sie sich weiter in der Ukraine, in Weißrussland, in den baltischen Staaten und in Polen ausgebreitet. Russland sei allerdings auf den Vorschlag, die ASP gemeinsam zu überwachen, nicht eingegangen.

Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen die Seuche. Allerdings stehen Fördermittel bereit, um einen Wirkstoff zu entwickeln.

 

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