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GAP nach 2020

Hogan hält an Obergrenze für Direktzahlungen fest

Taschenrechner mit Rotstift
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Anke Fritz, agrarheute
am
25.05.2018

EU-Agrarkommissar Phil Hogan wird wohl doch eine Obergrenze der Direktzahlungen von 60.000 Euro pro Betrieb und Jahr vorschlagen. Der offizielle Verordnungsentwurf wird am 1. Juni vorgestellt.

Nachdem es im April erst danach aussah, als würde die Europäische Kommission eine Kappung der Direktzahlungen nicht vorschlagen, müssen sich größere landwirtschaftliche Betriebe nun möglicherweise doch auf stärkere Einschnitte bei den Direktzahlungen einstellen.

Die Europäische Kommission plant weiterhin mit einer Obergrenze der Direktzahlungen von 60.000 Euro pro Betrieb und Jahr. Das geht aus einem noch vorläufigen und internen Entwurf der Brüsseler Behörde zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 hervor, der Agra-Europe vorliegt. Die Umsetzung und Ausgestaltung unterliegt dann allerdings den Mitgliedstaaten.

60 Prozent der GAP-Gelder sollen in die 1. Säule

Von der Kappungsgrenze sollen Landwirte die jeweiligen Arbeitskosten des Betriebes abziehen können. Dadurch soll die Obergrenze insbesondere für Großbetriebe beziehungsweise Mehrfamilienbetriebe abgefedert werden.

Insgesamt will die Kommission bekanntlich noch mindestens 60 Prozent der GAP-Gelder für die Erste Säule reservieren.

Zeitplan für Reformpläne

Die offizielle Vorstellung des Verordnungsentwurfs durch EU-Agrarkommissar Phil Hogan ist für den 1. Juni vorgesehen. Wenige Tage zuvor wird sich das Kollegium der Kommission mit der Vorlage des Iren befassen.

Am 11. Juni will Hogan den Entwurf dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments präsentieren.

Mit Material von AgE

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