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US-Wahlen und Agrarpoltik

Warum immer mehr Farmer Trump wählen wollen

US-Farm
am Freitag, 24.01.2020 - 07:07 (Jetzt kommentieren)

Die Unterstützung der Farmer für Präsident Donald Trump nimmt im Wahljahr 2020 weiter zu. Ein Grund ist das Handelsabkommen mit China.

Auch die sehr gute Gesamtwirtschaftslage und die niedrige Arbeitslosigkeit halten die Farmer Trump zu Gute. Die Unterstützung der US-amerikanischen Farmer für US-Präsident Donald Trump hat sich nach der Unterzeichnung des China-Abkommens nochmals erhöht. Präsident Trump gewann aber chon im vorigen Jahr die Unterstützung vieler amerikanischer Bauernfamilien.

Das lassen jedenfalls aktuelle Umfragedaten der Nachrichtenagentur Reuters erkennen. Die Umfrage zeigt, dass amerikanische Farmer den Präsidenten noch stärker unterstützten, als er versuchte, den Handelskrieg mit Peking zu beenden.

Hohe Zölle und zusätzliche Handelsschranken hatten die US-Agrarverkäufe nach China sehr stark gedrosselt. Das Handelsabkommen, das Anfang des Jahres unterzeichnet wurde, macht nun den Weg frei für einen Ausweitung der landwirtschaftlichen US-Exporte nach China.

Farmer sind zufrieden mit Trump

Agrarflächen von oben

Von den rund 3 Millionen Farmern der USA stimmten bereits 2016 die meisten für Trump. Allerdings litten sie mehr als andere Sektoren unter dem Handelskrieg mit China, der 2018 begann. Unter den von Reuters Ende Dezember befragten Personen, die angaben, dass sie oder ein Familienmitglied in der Landwirtschaft arbeiten, stimmten 49 Prozent der Art und Weise zu, wie Trump mit der amerikanischen Landwirtschaft umgeht, und 40 Prozent waren dagegen.

Im September 2019 stimmten nur 43 Prozent zu und 45 Prozent lehnten Trumps Agrarpolitik ab. "Alle hoffen, dass alles in Ordnung gebracht wird und es einen Boom geben wird", sagte Esin Zimmerman aus Wisconsin gegenüber Reuters. Zimmermans Ehemann arbeitet für den Agrarhändler Cargill und hat 2016 für Trump gestimmt und möchte, dass er wiedergewählt wird.

Unpopuläre Entscheidungen haben kaum geschadet

US-Farm

Die Kritiker von Trump sagen, dass der Handelskrieg die verlorenen Verkäufe von Sojabohnen, Schweinefleisch und anderen Gütern in den Jahren 2018 und 2019 nicht wert gewesen sei. Sie nennen das Ziel des Deals, den Wert der US-Agrarexporte nach China ab 2017 nahezu zu verdoppeln, unrealistisch.

Trump hatte im vorigen Jahr viele Farmer verärgert, als die Umweltbehörde (Environmental Protection Agency) seiner Regierung die Ausnahme-Regelungen für Ölraffinerien, die verpflichtet sind Ethanol auf Maisbasis in Benzin einzumischen, erheblich ausgeweitet hat. Maisbauern und Biokraftstoffhersteller kritisieren heftig, dass dies die Nachfrage nach Ethanol erheblich gedrückt hat.

Viele Farmer wollen Trump dennoch wählen. "Sogar in diesen Tagen sank seine Unterstützung unter den Landwirten nur um 5 Prozent und ich denke, dass es für ihn nicht schwierig sein wird, 5 Prozent wiederzugewinnen", sagte der republikanische US-Senator Charles Grassley aus Iowa.

Zustimmung wächst immer weiter

Farmer

Umfrageteilnehmer aus landwirtschaftlichen Regionen gaben außerdem an, dass sie Trump auch aufgrund der niedrigen Arbeitslosenquote, des Rekordhochs an den Aktienmärkten und seiner Versuche, die Einwanderung zu begrenzen, unterstützten, berichte Reuters.

Nur 35 Prozent der Befragten gaben an, dass die US-Regierung den Erfolg amerikanischer Landwirte schwieriger machte, im Vergleich zu 45 Prozent im September. Trumps Ansehen bei den Bewohnern von Kohlefördergebieten nahm ebenfalls zu. Ungefähr 40 Prozent der Befragten aus den wichtigsten Kohleproduktions-Staaten gaben an, dass sie die Art und Weise, wie Trump mit dem Sektor umgeht, befürworteten, gegenüber 36 Prozent im September.

Insgesamt dürften die Aussichten von Präsident Trump, von den amerikanischen Landwirten bei der Wahl unterstützt zu werden, 2020 noch höher sein als bei der vorigen Wahl.

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