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Petition

Initiative fordert sofortigen Düngestopp in belasteten Gebieten

Gea Güllefass mit Scheibeninjektor
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Anke Fritz, agrarheute
am
28.02.2018

Mehrere Verbände haben sich zusammengeschlossen und fordern, die bestehenden Verordnungen zum Düngerecht neu zu beurteilen. Eine Petition wurde heute an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben.

Die mit der Novelle des Düngerechts erhoffte Atempause in der politischen Diskussion bleibt aus. Die Initiative „Gülleverschmutzung stoppen“ hat heute eine Petition an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks übergeben.

Darin fordert der Zusammenschluss aus Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), mehreren Umweltverbänden sowie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wirksame Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserressourcen vor Nitratbelastungen.

Initiative fordert sofortigen Düngestopp in belasteten Gebieten

Die Initiative tritt dafür ein, die bestehenden Verordnungen zum Düngerecht zu evaluieren. Gefordert werden ein sofortiger Düngestopp in belasteten Gebieten, die Ausweitung der Verpflichtung zur Erstellung von Stoffstrombilanzen auf alle Betriebe noch in diesem Jahr, die Eindämmung des „Gülle-Tourismus“ sowie eine Umschichtung von Agrarsubventionen zugunsten „einer gewässer- und umweltverträglichen Flächenbewirtschaftung“.


 

DBV fordert Sachlichkeit

Der Deutsche Bauernverband (DBV) reagierte verwundert und forderte mehr Sachlichkeit in der Güllediskussion.

„Wir befinden uns im Jahr Eins der Umsetzung des grundlegend neu gefassten Düngerechts“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Diese in Bundestag und Bundesrat sowie unter Mitwirkung des Bundesumweltministeriums gefundene Einigung lege klare und strenge Regeln zur Vermeidung von Nährstoffüberschüssen fest.

Mit Material von AgE
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