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Regierungsbildung

Jamaika: Rukwied ist unzufrieden mit den Verhandlungen

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Josef Koch, agrarheute
am
16.11.2017

Wenig begeistert ist DBV-Präsident Joachim Rukwied von den Sondierungsgespärchen der Jamaika-Koalition. Vor allem nervt ihn die Umverteilungen bei den Direktzahlungen.

Joachim Rukwied im Traktor

„Der Stand der Sondierungsgespräche im Bereich der Landwirtschaft schafft eine Grundlage für Koalitionsverhandlungen, lässt aber wichtige und kritische Fragen noch unbeantwortet“, kommentiert Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), den Stand der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen.

„Wir teilen das Bekenntnis zu einer flächendeckenden und wirtschaftlich nachhaltigen Landwirtschaft und zur Arbeit der Bauernfamilien. Im Widerspruch dazu stehen die diskutierten finanziellen Umverteilungen und Größenbegrenzungen innerhalb der EU-Agrarpolitik. Hier besteht die große Gefahr, dass entgegen der politischen Absichtsbekundung Strukturbrüche ausgelöst werden“, erklärte Rukwied.

Dies gelte auch für den geplanten Umbau der Tierhaltung. Der im Grundsatz richtige Weg einer Förderung von mehr Tierwohl dürfe nicht über das Ausgestalten von Auflagen oder Kennzeichnungsregelungen konterkariert werden.

Eine besondere Herausforderung sieht der Bauernpräsident beim Thema Pflanzenschutz: „Hier dürfen wir den Weg der fachlichen und wissensbasierten Bewertung von Wirkstoffen und Anwendungen nicht verlassen“, stellt Rukwied klar. Bei der notwendigen Konkretisierung in den anschließenden Koalitionsverhandlungen müssten die Parteien diese Punkte berücksichtigen.

Einblicke in den Schweinestall eines Tierwohlpreisträgers

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