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Sondierungsgespräche

Jamaika-Unterhändler einigen sich auf Tierwohllabel

Jamaika-Koalition
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Anke Fritz, agrarheute
am
15.11.2017

Die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen haben am späten Dienstagabend ihre Jamaika-Sondierungen nach gut zwölfstündigen Beratungen auf diesen Mittwoch vertagt. Beim Thema Agrar gab es Fortschritte.

In den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition sind nach Angaben von CDU-Vize Julia Klöckner Fortschritte beim Thema Landwirtschaft erzielt worden. «Wir haben uns geeint bei der Frage des Tierschutzes, des Tierwohllabels», sagte Klöckner in der Nacht zum Mittwoch in Berlin. Das Label solle «ab einer gewissen Zeit dann auch verpflichtend» eingeführt werden. Nach den noch von der großen Koalition angestoßenen Plänen sollen Anbieter das Logo freiwillig nutzen können, das höhere Tierhaltungsstandards anzeigen soll.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, generelle Grundlage sei, dass Veränderungen nur mit Einbindung der Landwirte und nicht gegen sie gingen.

Die Mittelverteilung bleibt noch unklar

Klöckner sagte weiter: «Wo wir noch nicht ganz einig sind, ist die Frage der Mittelverwendung, das heißt aus den europäischen Töpfen.» Die Grünen hätten lieber, «dass Landwirte eher Naturlandschaftsgärtner werden, aber es sind auch wirtschaftende Betriebe.» Verständigt habe man sich auch bei der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln. Die Präzisionslandwirtschaft solle mit einer höheren Technoligisierung, Agrarforschung und Digitalisierung vorangebracht werden.

Mit Material von dpa
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