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Kabinett beschließt 400 Mio. Euro Soforthilfen für Hochwasseropfer

Viele Felder wurden vom Hochwasser überschwemmt, die Ernte vernichtet.
am Mittwoch, 21.07.2021 - 11:52 (Jetzt kommentieren)

Der Bund wird sich mit bis zu 200 Millionen Euro zur Hälfte an den Soforthilfen der Länder beteiligen. Auch geschädigten Landwirten soll damit geholfen werden.

Eine Woche nach Beginn der Hochwasserkatastrophe hat das Bundeskabinett eine millionenschwere Soforthilfe auf den Weg gebracht. Der Bund beteiligt sich nach dem Beschluss vom Mittwoch mit bis zu 200 Millionen Euro zur Hälfte an den Hilfen aus den Bundesländern. Insgesamt stünden demnach bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen die schlimmsten Schäden an Gebäuden und kommunaler Infrastruktur beseitigt und besondere Notlagen überbrückt werden.

Außerdem ist ein milliardenschwerer Aufbaufonds geplant. Über dessen genaue Höhe soll aber erst entschieden werden, wenn  das Ausmaß der Schäden besser absehbar ist.

Soforthilfen für unmittelbare Schäden in der Landwirtschaft

Die Hilfen sollen auch zur Beseitigung unmittelbarer Schäden in der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung stehen. Durch die Unwetter sind vielfach Ernten sowie landwirtschaftliche Gebäude und Maschinen zerstört worden, auch ganze Tierbestände sind ertrunken. Für viele Betriebe ist diese Situation existenzbedrohend.

Bereits gestern wurden weitere Maßnahmen verkündet: EU-Hilfsmittel, Liquiditätshilfen und Steuererleichterungen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank hat das Bundeslandwirtschaftsministerium zudem ein Programm zur Liquiditätssicherung landwirtschaftlicher Betriebe aufgelegt, das ab sofort abgerufen werden kann. Auch auf europäischer Ebene hat die Bundesministerin von der EU-Kommission die Zusage zu unbürokratischen Hilfen erhalten.

 

Mit Material von dpa, BMEL

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