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Bayerische Agrarpolitik

Kaniber: "Ich bin nicht Befehlsempfängerin des Bauernverbands"

am Montag, 02.12.2019 - 11:45 (1 Kommentar)

Die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber spricht klare Worte auf der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbands - im Publikum erntet sie dafür auch Unverständnis.

Kaniber bei der BBV-Landesversammlung

Auf der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbands (BBV) am vergangenen Freitag in Herrsching sprach die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) Klartext. Sie sei nicht die "Befehlsempfängerin der bayerischen Bauern".

Sie sehe zwar ein, dass es schwierige Zeiten für Landwirte seien, dennoch seien viele der Vorschläge nicht "1:1 umsetzbar". Der Bayerische Bauernverband hatte Ende Oktober nach den Bauerndemos eine Forderungsliste mit der Überschrift "Kaniber muss liefern!" zur Entschleunigung der Gesetzgebung vorgelegt.

"Bayerns Agrarpolitik ist eine Blaupause für ganz Europa"

Weiterhin forderte die Ministerin den Präsidenten des BBV, Walter Heidl, dazu auf, nicht immer "dieselben alten Agrumente" zu bringen. Sie tue bereits was sie könne für die bayerischen Bauern. So teile sie die Meinung des BBV zu den umstrittenen Gewässerrandstreifen-Karten im Netz. Auf dem internen Teil der Landesversammlung am Samstag versicherte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die fehlerhaften Karten wieder aus dem Netz zu nehmen.

"Auch bei den Vorgaben zur Mahd und zur Streuobstbewirtschaftung haben wir gute fachliche Praxis auf Basis der Freiwilligkeit erreicht", fuhr die Ministerin fort. Bei der Differenzierung der roten Gebiete kündigte Kaniber an, die Zahl der Nitratmessstellen zu erhöhen. "Auch die Steuervorteile einer dreijährigen Gewinnglättung sind auf eine Initiative Bayerns zurückgegangen", so die Politikerin. "Bayerns Agrarpolitik ist eine Blaupause für ganz Europa", schloss sie ihre Rede.     

Heidl wünscht sich mehr Unterstützung

Walter Heidl bei der BBV-Landesversammlung

Walter Heidl missfiel der Begriff "Befehlsempfängerin" sichtlich. Er zeigte sich aber versöhnlich. "Dass wir nicht einer Meinung sind, ist völlig normal. So ist es nun mal in einem Dialog", sagte er. 

Der BBV-Präsident hatte gefordert, insbesondere die aktuellen Probleme bei der Düngeverordnung, Gewässerrandstreifen, beim Artenschutz und Mercosur-Handelsabkommen schnell und gemeinsam mit den Bauern zu lösen. „Die Zeit der warmen Worte und Lippenbekenntnisse ist vorbei“, stellte der BBV-Präsident klar. Er forderte entschlossenes Handeln, um die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen und zu erhalten.

 

 

Mit Material von AgE

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